Lokales

Beispielhafte Jugendprojekte

Die Landesstiftung Baden-Württemberg fördert im Rahmen einer Initiative zur Jugendkriminalprävention landesweit mehrere Projekte mit insgesamt 520 000 Euro. Im Landkreis Esslingen wurden drei beispielhafte Jugendprojekte zur Gewaltprävention finanziell gefördert.

KREIS ESSLINGEN Die Polizeidirektion Esslingen erhielt für das Kinderschutzprojekt "Kelly-Insel" eine Zuwendung in Höhe von 7200 Euro. Die "Kelly-Inseln" sind Anlaufstellen für Kinder in Situationen, in denen sie auf die Hilfe von Erwachsenen angewiesen sind. Das Konzept entstand auf den Fildern in Zusammenarbeit mit der Stadt Filderstadt, der Alexandra-Sophia-Stiftung und dem Polizeirevier Filderstadt und hat bisher eine äußerst positive Resonanz gefunden. Der Leiter der Polizeidirektion Esslingen, Klaus Schmerling, bewertet das Projekt ebenfalls positiv: "Durch die Beteiligung vieler Partner der Polizei wie Kommunen, Kirchen, Vereinen und Schulen, schließt sich der Kreis des gesamtgesellschaftlichen Ansatzes der Prävention."

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Über eine weitere Förderung von 10 000 Euro freut sich auch Dieter Kranz vom Jugendmigrationsdienst der Bruderhaus Diakonie für das Projekt "Gegengewalt gegen Gewalt". Der Jugendmigrationsdienst betreut jugendliche Spätaussiedler in Nürtingen, Wendlingen und Kirchheim und bemüht sich um eine bessere Integration in das Gemeinwesen. Intensive Beziehungen zu knüpfen und sinnvolle Formen der Freizeitgestaltung lernen, aber auch die Erfahrung demokratischer Spielregeln und Werte sollen zur Integration beitragen und Schwellenängste abbauen. "Manche jugendlichen Spätaussiedler kommen bereits mit Drogen- und Alkoholproblemen nach Deutschland und brauchen deshalb eine konsequente Betreuung und Hilfen, um nicht in Kriminalität abzugleiten. So ist es selbstverständlich, dass wir Sozialarbeiter aus dem staatlichen Übergangswohnheim ergänzend Schritte der örtlichen Polizei intensiv begleiten und unterstützen. Durch die sehr enge Kooperation zwischen Institutionen der Jugend- und Drogenberatung, Bewährungshilfe, Jugendgerichtshilfe und der Polizei wird eine zielgruppenorientierte Kriminalprävention erreicht", so der Sozialpädagoge Kranz.

Ebenfalls von der Stiftung gefördert und zwar mit 6440 Euro wurde das Projekt "ABS", ein Konzept der Schillerschule Esslingen-Berkheim gegen Abrutschen in Gewalt. Neben Infosveranstaltungen und Schulunterricht unter Beteiligung der Polizei, Projekttagen, Schulung von Streitschlichtern, Elternschule, soziale Kompetenz-Trainings, Selbstbehauptung, Film- und Theaterworkshops, und erlebnispädagogische Events sollen Gewalt und Störungen an der Schule reduziert und Konflikte gewaltfrei ausgetragen werden.

lp