Lokales

Berge, Almen und Kirchen

Dreizehn Schlierbacher Albvereinswanderer machten sich jüngst auf zur Frühlingswanderung.

SCHLIERBACH Bei der Ankunft in Brixen stand ein Stadtrundgang und die Besichtigung des Domes auf dem Programm. Über Sankt Andrea und Afers ging es zur Edelweißhütte an der Würzjochstraße zur ersten Einkehr. Danach ging es weiter zum Würzjoch. Die Blumenpracht auf den Wiesen unter dem Peitlerkofel begeisterte die Wanderer. Nachdem das Quartier im "Dreimädelhaus" in Villnöß Sankt Jakob bezogen war erfolgte eine zweistündige Wanderung zur Kirche Sankt Jakob am Joch. Die Langhausmauern der Kirche gehen noch in die romanische Bauperiode zurück. Größter Schatz der Kirche ist der Flügelaltar von 1517 aus der Werkstatt von Philipp Diemer.

Anzeige

Am nächsten Tag wurden bei der Zannser Alm die Rucksäcke geschultert und entlang des Kassarillbaches ging es zur Kassarill und weiter zur Gampen Alm (2063 m). Nach kurzer Rast folgte der Anstieg zur Schlüter Hütte (2301 m), wo Mittagsrast gehalten wurde. Über das Kreuzkofeljoch (2344 m) erfolgte auf dem Dolomitenhöhenweg 2 der Aufstieg zum Sobutsch Joch (2466 m), von wo sich ein herrlicher Blick auf das Gadertal, die Kreuzkofel- und die Puetz-Gruppe öffnete. Über die Medalges Alm und das Kreuzjoch erfolgte der Abstieg nach Sankt Zenon und weiter zur Zanser Alm. Auf dem Heimweg wurde noch Sankt Johannes in Ranui, die berühmte Kirche vor den Geislerspitzen im Talschluss von Sankt Magdalena, gebaut um das Jahr 1744, besichtigt.

Alm-Wandertag war am nächsten Tag angesagt. Von der Zannser Alm wanderte die Gruppe durch lichte Zirben- und Kiefernwälder zur Dusler Alm und weiter durch ein Hochmoor zur Gschnagenhardt Alm auf einer Hochebene vor den Geislerspitzen. Mit Blick auf den Sass Rigas genoss die Gruppe bei strahlendem Sonnenschein die Südtiroler Schmankerln und den guten Wein. Auf dem "Adolf-Munkel-Weg", entlang der Nordwände der Geisler-Gruppe wanderten die Schlierbacher weiter ostwärts, immer mit tollen Blicken auf die Geislerspitzen. Als dann leichtes Donnergrollen zu hören war, wurde der Abstieg in Angriff genommen. Die Glatsch Alm wurde mit den ersten Regentropfen erreicht. Mit Wein wurde die Wartezeit überbrückt. Kaum zehn MInuten unterwegs prasselte ein Hagelschauer auf die Gruppe nieder. Innerhalb von 15 Minuten lagen rund zehn Zentimeter Hagelkörner auf dem Weg. Nass bis auf die Haut wurde der Parkplatz bei der Zannser Alm erreicht.

Am Sontag besichtigte die Gruppe die Kirche von Sankt Peter und danach wurde die eindrucksvolle Fronleichnams-Prozession angeschaut. Über 500 Gläubige in der Tracht des Villnöß Tales, Musikkapelle, Schützenkompanie und Feuerwehr nahmen daran teil. Der Dank galt abschließend vor allem Wanderführer Kurt Moll, der diese Tour in bewährter Weise vorbereitet und geführt hat.

pm