Lokales

Bericht zu den Finanzen

"Das Planjahr läuft sauber, es gibt keine gravierenden Ausreißer", stellte der scheidende Kämmerer Achim Kasper bei der Vorstellung des Finanzzwischenberichts.

BORIS-MARC MÜNCH

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Wegen größerer Nachzahlungen liegen die Einnahmen aus der Gewerbesteuer im Jahr 2004, die erst Anfang 2005 eingegangen seien, über dem Planansatz, sagte Schlierbachs Kämmerer Achim Kasper, als er den Finanzzwischenbericht in der jüngsten Gemeinderatssitzung vortrug.

Der Stand der Gewerbesteuer in diesem Jahr beträgt derzeit rund 1,2 Millionen Euro. Kasper ist zuversichtlich, dass die noch fehlenden 300 000 Euro das restliche Jahr über noch eingehen. 40 000 Euro weniger muss die Gemeinde voraussichtlich beim Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer veranschlagen, während bei der Umsatzsteuer der Planansatz wohl erreicht werden kann.

Auf Grund des besseren Jahresergebnisses 2004 konnte im Rahmen des Rechnungsabschlusses der Rücklage ein Betrag von rund 200 000 Euro zugeführt werden. Aus dem gleichen Grund mussten im Jahr 2004 500 000 Euro weniger an Darlehen aufgenommen werden. Dadurch spart die Gemeinde im laufenden Jahr Kreditzinsen in Höhe von rund 20 000 Euro. Weiter Kreditaufnahme sind in diesem Jahr nicht geplant. Zu Beginn des Jahres waren noch Kassenkredite in Höhe von 1,25 Millionen Euro aufgenommen worden. Dieser Betrag hat sich Kasper zufolge inzwischen auf 500 000 Euro reduziert. Künftige Einsparungen sollen, soweit sie nicht zum Ausgleich benötigt werden, in den Verwaltungshaushalt fließen. Wenig Mittel gehen vom Vermögenshaushalt ab. Die Erweiterung und Modernisierung des Bauhofs läuft planmäßig und wird noch in diesem Jahr abgeschlossen. Mit der Resterschließung des Baugebiets "Vor der Sommerweide" hat die Gemeinde begonnen. Der Verkauf der Bauplätze verläuft leicht schleppend, die Verwaltung geht aber dennoch davon aus, dass die Einnahmen erzielt werden.

Bei der weiteren Einschätzung der Finanzsituation tut sich die Gemeinde allerdings schwer, sie ist abhängig von Faktoren wie der Kreisumlage oder Steuereinnahmen. Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer würde bei der Gemeinde in fast allen Bereichen zu Mehrausgaben führen. Fest steht laut Kasper, dass auf der Einnahmenseite zunächst alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden müssen und die Ausgaben auf den Prüfstand gestellt werden.