Lokales

Beschluss zu Gehweg steht noch aus

Trotz Protests von Seiten der Anwohner: Der Weilheimer Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, im Bebauungsplan Stockach II für die Kalixtenbergstraße eine Fahrbahnbreite von 6,50 Metern sowie eine Gehwegbreite von 1,75 Metern festzulegen.

ANKE KIRSAMMER

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WEILHEIM "Ob wir den Gehweg tatsächlich bauen, wird der Gemeinderat gesondert entscheiden", machte Weilheims Bürgermeister Hermann Bauer in jüngster Sitzung klar. Allerdings müsse das Thema Radfahrer beziehungsweise Fußgänger im Bebauungsplan berücksichtigt werden. Mit dem jetzigen Beschluss schaffe der Gemeinderat die planungsrechtlichen Voraussetzungen. Im Rahmen einer Bürgerbeteiligung hatten die Anwohner im Juli vergangenen Jahres eine weitere Reduzierung der Fahrbahnbreite der Kalixtenbergstraße auf unter 6,50 Meter angeregt. Außerdem plädierten sie dafür, auf einen Gehweg auf der nördlichen Seite der Kalixtenbergstraße zu verzichten. Dass die Diskussion stark von Emotionen geprägt ist, wurde unter anderem bei einem Vor-Ort-Termin deutlich. Der Grund: Sollte der Bürgersteig tatsächlich gebaut werden, müssten die Anwohner der Stadt von ihren Grundstücken jeweils einen 1,75 Meter breiten Streifen abtreten. Gemäß der Argumentation der Verwaltung kämen die Grundstücksbesitzer mit dem jetzigen Beschluss allerdings noch mit einem "blauen Auge" davon, denn ein Baulinien- und Ausbauplan vom 26. März 1938 hatte vorgesehen, 7,30 Meter der privaten Flächen in Anspruch zu nehmen.

In jüngster Gemeinderatssitzung befasste sich das Gremium nun auch mit den Anregungen der Träger öffentlicher Belange. Grundsätzliche Bedenken wurden darin nicht vorgebracht. So ist beispielsweise die Freihaltung der Schienentrasse, wie vom Regierungspräsidium angemerkt, bereits Grundlage der Planung.

Mit dem Bebauungsplan Stockach II verfolgt die Stadt das Ziel, die planungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, damit der Bereich zwischen Jahnstraße und dem westlich angrenzenden Bebauungsplangebiet Stockach I gewerblich genutzt werden kann. Für dieses Areal gibt es bislang noch keinen Bebauungsplan. Einbezogen sind in das Gebiet Stockach II unter anderem das Betriebsareal der Firma Kächele und die benachbarten Gewerbegebiete entlang der Kalixtenbergstaße, die Kalixtenbergstraße selbst von der Jahnstraße bis zur Einmündung in die Holzmadener Straße sowie die Jahnstraße von der Max-Eyth-Straße bis zur Kalixtenbergstraße.

Mit dem Planauslegungsbeschluss bekräftigt der Gemeinderat seine jeweils einstimmig gefällten Entscheidungen vom 12. September 2006 beziehungsweise vom 22. Mai 2007. Der überarbeitete Bebauungsplanentwurf wird nun für einen Monat öffentlich ausgelegt. Gelegenheit für die Betroffenen, Bedenken und Anregungen vorzubringen.