Lokales

Besinnliche Stimmung

Bei klirrender Kälte erwartete die Landfrauen in Neidlingen beim seit vielen Jahren traditionellen "Miteinander im Advent" im Erkenbergzimmer der Reußensteinhalle festliche Vorweihnachtsstimmung: Kerzenlicht, Äpfel, Nüsse und zauberhaft gebundene Bäumchen, eingebettet in einem lebendigen Kontext und damit in die Jahreszeit.

NEIDLINGEN Die Atmosphäre des Staunens war ebenso spürbar, wie das einer frohen Gemeinschaft. Singen, gute Gespräche, auch Essen, vielerlei Gebäck, wiederum von den Vorstandsmitgliedern gebacken, setzten Akzente. Als Abschluss aller Begegnungen im abgelaufenen Landfrauenjahr ist dieses Feiern eine Einladung für die Mitglieder, in der eigenen Mitte anzukommen. Vom Vorsitzendenteam stimmte Ulrike Braun bei ihrer Begrüßung feinsinnig auf diese von vielen mit Spannung herbeigesehnte Zeit des Wartens und der Erwartung ein.

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"Ist Weihnachten und das Christfest noch dasselbe?" Dieser Frage ging Margret Hess-Müller mit schlichter Ernsthaftigkeit nach. "Wissen wir eigentlich noch, was wir da feiern?", so die Referentin. "Was begleitet uns auf dem Weg nach Bethlehem?" Mit einem religionsgeschichtlichen Überblick und gründlicher Erinnerung ist es der Referentin gelungen, für das Weihnachtsfest manches Verlorengegangene wieder lebendig werden zu lassen. Der Blick wurde auf die Entstehung des Festes und seinem Brauchtum gerichtet, auf das Feiern zunächst ausschließlich in der Kirche, wie die Krippe dazu kam, über das Entstehen der Geschenkideen und letztlich auch über Adventskranz und Weihnachtsbaum.

Die äußere Gestaltung des Christfestes hat sich im Laufe der Jahrhunderte gewandelt, "doch nicht nur die äußeren Dinge sind das Entscheidende. Es ist die Botschaft, die allen Menschen an diesem Tag verkündet wird. Euch ist heute der Heiland geboren".

Elsbeth Linsenmayer dankte der Referentin und Annegret Stolz las den meditativen Text "ein Reis wird aufgehen über dem Sumpf Isais". Die dazugehörende Karte, gestaltet von Pfarrer Sieger Köder, gab es als Gruß für jedes Mitglied.

Vom Vorsitzendenteam wurde der Dank für alle Arbeit im Verein an die Verantwortung Tragenden übermittelt. Anschließend bedankte sich die Ehrenvorsitzende Rosemarie Rieker nachdenklich aber auch herzlich bei der neuen Vorstandschaft im Namen aller Anwesenden. Dabei ließ sie das Landfrauenjahr 2004, das für die 35-jährige Vereinsgeschichte mit all seinen Höhepunkten doch ein besonderes war, nochmals Revue passieren.

-rr-