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Besonderes Engagement um Ausbildungsplätze

Die Arnold Müller GmbH & Co. KG hat sich in besonderem Maße um die Ausbildung verdient gemacht. Gestern nun hat die Vorsitzende der Arbeitsagentur Göppingen, Heidrun Schulz, Dr. hc. Arnold Müller, dem AMK-Geschäftsführer, das Ausbildungszertifikat der Bundesagentur für Arbeit überreicht.

RICHARD UMSTADT

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KIRCHHEIM "Besonders bei dem schnellen technischen Fortschritt und den Anforderungen an das Berufsleben, die ständig wachsen, gewinnt eine fundierte Ausbildung eine immer größere Bedeutung", sagte die Göppinger Agenturchefin Heidrun Schulz. Vor diesem Hintergrund habe die Bundesagentur beschlossen, Unternehmen, die kontinuierlich und qualitativ gut ausbilden, ein Zertifikat zu verleihen.

Die Auswahl unter den Betrieben in den Landkreisen Göppingen und Esslingen, die vorbildliche Ausbildungsarbeit leisten, ist der Agentur auch in diesem Jahr nicht leicht gefallen: Viele Unternehmen bieten regelmäßig jungen Menschen einen Ausbildungsplatz und sichern dadurch nicht nur dem Jugendlichen den Start ins Berufsleben, sondern auch sich selbst den zukünftigen Fachkräftebedarf und einen Mitarbeiter, der den betrieblichen Anforderungen gewachsen ist. Im Bezirk der Arbeitsagentur Göppingen fiel die Wahl stellvertretend auf sechs Betriebe, die alle gestern ausgezeichnet wurden. Darunter ist auch die AMK Arnold Müller GmbH & Co. KG, die für das Jahr 2008 schon zwölf Ausbildungsstellen an den Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit und das Job-Center gemeldet hat. AMK zeichnet sich durch eine Kontinuität und einen Einsatz für die Ausbildung aus, der auch über das eigene Unternehmen hinausgehe.

Auch für Irene Krissler, Geschäftsstellenleiterin der Kirchheimer Arbeitsagentur, ist das Unternehmen mit weltweit 800 Beschäftigten, und davon in Deutschland 600 Mitarbeitern, nicht nur als Ausbildungsbetrieb, sondern auch als Arbeitgeber im Raum Kirchheim von großer Bedeutung.

Beide appellieren sowohl an die Betriebe, ihren Ausbildungsbedarf an den Arbeitgeberservice zu melden, bitten aber auch Jugendliche, die noch einen Ausbildungsplatz suchen, sich bei der Berufsberatung zu informieren.

AMK-Geschäftsführer Arnold Müller kennt die mannigfaltigen Probleme der Jugendlichen und die Voraussetzungen, mit denen sie, von der Schule kommend, ihre Ausbildung antreten wollen. "Wir können ihre Defizite in der Ausbildung nicht immer ausgleichen." Die Anforderungen einer Lehre heutzutage sind nicht zu vergleichen mit denen vor 20 Jahren. Doch das Problem des demografischen Wandels werden auch die Unternehmen zu spüren bekommen, wie der Kaufmännische Leiter von AMK, Wolf-Rainer Bosch, wusste. "Wir werden noch weniger Jugendliche haben und für die Firmen bedeutet dies, noch weniger Techniker", so sein Blick in die Zukunft.

Der Antriebs- und Steuerungstechnikspezialist bildet pro Jahr rund 35 bis 40 Lehrlinge in Kirchheim aus, davon 70 Prozent im gewerblichen Bereich und 30 Prozent im kaufmännischen Bereich. Die Azubis stellen am Ort etwa zehn Prozent der Belegschaft und fünf Prozent in der AMK-Gruppe.