Lokales

Bessere Chancen

Einmütig sprach sich der Bissinger Gemeinderat dafür aus, die seit 2004 bestehende Sprachförderung nach dem Modell der Landesstiftung im Kindergartenjahr 2006/2007 fortzusetzen.

RICHARD UMSTADT

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BISSINGEN Acht Buben und Mädchen aus den Bissinger Kindergärten Teck- und Pfarrstraße nehmen an dem Förderprogramm der Landesstiftung Baden-Württemberg teil. Die Kinder kommen im Teckstraßen-Schüle jede Woche von Montag bis Donnerstag jeweils eine Stunde zusammen, um spielerisch deutsch zu lernen und damit ihre individuellen Chancen zu verbessern.

Die von der Landesstiftung Baden-Württemberg bezuschusste Sprachförderung im Vorschulalter, die in den Händen der ausgebildeten Spracherzieherin Linde Ruof liegt, bezieht nach einem Test auch deutsche Kinder mit ein.

Nachdem die Bissinger Bürgervertreter grünes Licht für die Fortsetzung der Sprachförderung gaben, wird diese im September unmittelbar nach den Sommerferien wieder beginnen. Wie Bürgermeister Wolfgang Kümmerle informierte, stellte die Gemeinde bereits den Förderantrag für das Kindergartenjahr 2006/2007. Das Land gewährt einen Zuschuss von 2 700 Euro.

Die Fahrt der Kinder von der Teck- in die Pfarrstraße übernimmt eine Bissinger Taxi-Firma unentgeltlich. Das Unternehmen geht lediglich von einer Spende der Eltern für die Bissinger Kindergärten aus. Der Gemeinderat beschloss deshalb, die Eltern der geförderten Kinder um einen freiwilligen Beitrag von 30 Euro für das Kindergartenjahr 2006/2007 zu bitten.

Die Sprachförderung nach dem Förderprogramm der Landesstiftung betreibt die Gemeinde seit 2004. Doch bereits im Jahr 1998 richtete die Kommune eine Förderung nach dem Denkendorfer Modell ein. Damals begann die Spracherzieherin Linde Ruof mit Ausländerkindern zu arbeiten. Seither kommen die Buben und Mädchen in den Bissinger Kindergärten an vier Tagen in der Woche eine halbe Stunde pro Tag an den jeweiligen Vormittagen in den Kindergärten zusammen, um ihre Deutschkenntnisse zu verbessern.