Lokales

Besuch einer Schmiede

Die Senioren des Schwäbischen Albvereins der Ortsgruppe Kirchheim fuhren bei einem Tagesausflug nach Bad Hindelang, Bad Oberdorf, Fischen im Illertal und zum Luftkurort Obermaiselstein.

KIRCHHEIM Von Oy-Mittelberg aus ging die Fahrt auf der B 310 über Wertach, das 1136 m hoch gelegene Oberjoch und dann hinab in das Ostrachtal zum 825 m hoch liegenden Bad Hindelang.

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Die Wandergruppe war in Bad Oberdorf zu einer Besichtigung der "alten Schmiede" angemeldet. Wenn man alte Schmiede hört, denkt man an eine Museumseinrichtung. Dem ist hier nicht so. Es ist ein Traditionsbetrieb mit alter Technik, in dem regelmäßig gearbeitet wird. Der Betreiber der Anlage stellte sein Schmiedeprogramm vor: Im Mittelalter wurden Waffen, vor allem Hellebarden, die Waffen der Landsknechte, hergestellt. Hellebarden sind heute noch die Paradewaffen der Schweizer Garde des Papstes. Jetzt werden Spitzschaufeln, Kreuzäxte, aber vor allem schmiedeeiserne Stielpfannen hergestellt.

Die Werkstatt ist traditionell ausgestattet mit einem Schmiedeherd mit Rauchabzug, verschiedenartigen Schmiedezangen und Hämmern, zwei Ambossen, mit Wasserkraft betriebenen Schmiedehämmern. Die Antriebswalze ist aus einem Baumstamm gefertigt. Die vorhandenen Maschinen, zwei Excentpressen und eine Bohrmaschine, können über eine Transmissionswelle, die an der Decke montiert ist, betrieben werden. Dafür ist ein zweites Wasserrad vorhanden. An einem Schmiedehammer wurde vorgeführt, wie in den Rohling einer Stielpfanne kalt eine Struktur eingehämmert wird. Der Schmiedehammer hat ein Gewicht von 250 Kilo.

Anschließend ging es zum Mittagessen nach Bad Hindelang. Der Nachmittag war der Landschaft gewidmet. Über Sonthofen, Fischen und an Oberstdorf vorbei, erfolgte die Fahrt bis zum kleinen Walsertal. Von der B 19 gab es einen herrlichen Blick auf das im Trettachtal liegende Oberstdorf und die Sprungschanzen. Die Fahrt ging zurück bis Fischen mit seinem spitzen, die Landschaft überragenden Kirchturm und nach Westen abbiegend zum Luftkurort Obermaiselstein. Nach einer Kaffeepause traten die Wanderfreunde über Immenstadt und Kempten die Heimreise an.

wim