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"Betreuungsgeld unverzichtbar"

NÜRTINGEN Wie bekannt wurde, soll zur Kinderbetreuung bis 2013 ein Platzangebot für 35 Prozent eines Jahrgangs geschaffen werden. Ab 2013 wird ein Rechtsanspruch eingeführt. Der Abgeordnete begrüßt, dass für die Eltern, die ihre Kinder bis zum dritten Lebensjahr zu Hause betreuen wollen, ein Betreuungsgeld in Form einer monatlichen Zahlung eingeführt werden soll.

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Die Einführung des Betreuungsgeldes "leider erst ab dem Jahr 2013" ist für Michael Hennrich dafür entscheidend, ob er dem gesamten Kompromiss zustimmen wird: "Wenn wir jetzt Milliarden in den Ausbau von Betreuungsformen investieren, dann brauchen wir eine gerechte Balance für die zwei Drittel der Eltern in Deutschland, die in den ersten drei Lebensjahren ihre Kinder im Wesentlichen selber erziehen."

Äußerungen aus Reihen der SPD, wonach es sich bei diesem Betreuungsgeld um eine "Herdprämie" handle, sind "herabwürdigend und ideologisch bedingt." Hennrich: "Tatsache ist, dass noch immer die große Mehrheit der Eltern Wert darauf legt, ihre Kinder in den ersten drei Lebensjahren zu Hause zu betreuen. Diese Eltern verdienen unseren Respekt und unsere Unterstützung! Ich bin nicht bereit, das eine Familienmodell gegen das andere auszuspielen."

Für Hennrich ist es erfreulich, dass die Pläne der SPD, das Betreuungsangebot über Kürzungen beim Kindergeld und beim Ehegattensplitting zu finanzieren, vom Tisch sind. Damit der Bund seinen Beitrag in Höhe von einem Drittel der Investitions- und Betreuungskosten leisten könne, werde nun das Stiftungsmodell umgesetzt. Auch hier habe sich die Union durchgesetzt.

pm