Lokales

Betriebsräte fordern flexiblen Altersübergang

KIRCHHEIM Angesichts der Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 haben Betriebsräte aus Kirchheimer Metallbetrieben über neue Wege für gleitende Übergänge vom Erwerbsleben in die Rente diskutiert.

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Dabei wurde die grundsätzliche Kritik an der Erhöhung des Renteneintrittsalters aufrechterhalten. Nicht nur, dass selbst langjährig Versicherte frühestens mit 63 in Rente gehen könnten, wurde kritisiert. Auch die Tatsache, dass mit erheblichen Abschlägen gerechnet werden muss, stieß auf völliges Unverständnis. Gerade Beschäftigte, die nicht bis zum gesetzlichen Rentenalter arbeiten können, seien auf flexible Altersübergänge angewiesen.

Die geförderte Altersteilzeit läuft Ende 2009 aus. Somit verlören auch die entsprechenden Tarifverträge ihre Wirkung. Nachdem die Tarifvertragsparteien in 2008 anstreben, über neue Wege zu gleitenden Übergängen in die Rente zuverhandeln, stehe zunächst einmal der Gesetzgeber in der Pflicht, den entsprechenden Rahmen zu schaffen. Aus diesem Grunde fanden die Forderungen der IG-Metall die volle Zustimmung der betrieblichen Interessenvertreter.

So müsse die Steuer- und Abgabenfreiheit von Aufstockungsbeträgen zur Altersteilzeit weiterhin gewährleistet sein und die Beschäftigungsbrücke bei Einstellung von Jüngeren durch die Bundesagentur für Arbeit gefördert werden. Regelungen zur Teilrente und den damit verbundenen Hinzuverdienstmöglichkeiten müssten verbessert werden. Gleichzeitig müsse das Zugangsalter zur Teilrente auf 60 abgesenkt werden.

Besonderen Wert legten die Betriebsräte außerdem auf die Feststellung, dass ohne Möglichkeiten des früheren Ausstiegs zu sozialverträglichen Bedingungen der Zugang für Jüngere auf lange Sicht verstopft sei.

pm