Lokales

Betrug bei Kraftstofflieferung

HEILBRONN/KIRCHHEIM Gegen einen Unternehmer aus dem Raum Heilbronn ermittelt die Kirchheimer Polizei. Der 46-jährige Spediteur steht unter dringendem Verdacht, seinen Tanklastzug manipuliert und eine Kirchheimer Firma bei der Lieferung von Dieselkraftstoff um 1700 Liter betrogen zu haben.

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Die Firma in Jesingen war bereits mehrmals von dem in Lauffen bei Heilbronn ansässigen Unternehmer mit Dieselkraftstoff beliefert worden. Bei den letzten Lieferungen hatte der Firmeninhaber den Verdacht, dass mit den Lieferungen etwas nicht stimmen könnte. Deshalb überwachte er am 16. November zusammen mit einem Zeugen eine Lieferung durch den 46-jährigen Tatverdächtigen. Als sich zeigte, dass die gelieferte Menge nicht mit der auf dem Lieferschein angegebenen Menge übereinstimmte, verständigte der Kirchheimer die Polizei.

Im Rahmen der Ermittlungen stellte sich dann heraus, dass der Kraftstofflieferant sein Fahrzeug manipuliert und 1700 Liter Diesel mehr auf dem Lieferschein verzeichnete, als er tatsächlich angeliefert hatte. Die Polizei durchsuchte auf Anordnung des Amtsgerichts Stuttgart die Wohnung des Mannes und beschlagnahmte seinen Tanklastzug und umfangreiche Beweismittel. Bei der Untersuchung des Fahrzeugs durch das Eichamt Fellbach bestätigte sich der Verdacht der Manipulation. An dem Fahrzeug war vor zirka einem Jahr nach dem Zählwerk ein zusätzliches Ventil eingebaut worden. Auf diese Weise konnte beim Befüllvorgang Kraftstoff in den Tank des Fahrzeugs zurückgepumpt werden. Der Tatverdächtige hat sich bisher zu den Vorwürfen nicht geäußert.

lp