Lokales

Betrug mit falschen Zweihunderten

ESSLINGEN Ein Ermittlungsverfahren wegen Herstellens und Inverkehrbringens von Falschgeld haben Beamte der Esslinger Kriminalpolizei gegen eine 66-jährige Frau eingeleitet. Die Esslingerin hatte vergangenes Jahr ihre Wohnung an einen 40-Jährigen verkauft. Der Mann hat jedoch bislang den Kaufpreis nicht bezahlt, sich aber bereits in das Grundbuch eintragen lassen. Deshalb geriet die Frau in Geldnot.

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Am Mittwoch vergangener Woche übergab die 66-Jährige bei einem Notartermin dem 40-Jährigen 4000 Euro in 200-Euro-Scheinen. Im Gegenzug sollte der Auflassungsvermerk im Grundbuch gelöscht werden. Am selben Tag wollte der Mann mit einem der Zweihunderter in einem Geschäft einkaufen. Dem Ladenbesitzer fiel sofort auf, dass es sich bei dem 200-Euro-Schein um Falschgeld handelte. Auch die restlichen Scheine waren gefälscht. Der Mann erstattete bei der Polizei Anzeige. Die 66-Jährige gab in ihrer Vernehmung an, dass sie sich nicht anders zu helfen gewusst habe. Sie habe dann auf Grund ihrer akuten Geldnot einen 200-Euro-Schein an einem Computer eingescannt und vervielfältigt. Über die Staatsanwaltschaft Stuttgart wurde beim Amtsgericht ein Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung der 66-Jährigen erwirkt. Bei der Durchsuchung konnten weitere 21 gefälschte Scheine aufgefunden werden. Die Ermittlungen dauern an.

lp