Lokales

Beuren als Tor zum Biosphärenpark

Auch wenn der konkrete Name noch in den Sternen am Firmament der Vereinten Nationen steht, so scheint doch eins gewiss: Beuren wird ein Tor zum neuen Unesco-Biosphärenpark.

BEUREN Der Beschluss des Beurener Gemeinderats, mit 85 Prozent der Gemarkung ins Biosphärengebiet hineinzugehen, hat diese Entwicklung sicher begünstigt. Vor allem die Streuobstwiesen sollen dabei der Pflegezone zugerechnet werden, alles, was nötig ist, könne dann in der Entwicklungszone stattfinden, bekennt sich Bürgermeister Erich Hartmann zu diesem Votum. Vize-Landrat Matthias Berg ist bei der Kreisverwaltung der Experte für das Projekt Biosphärenpark.

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Dass das Alte Lager auf dem früheren Truppenübungsplatz in Münsingen das Haupt-Zentrum werden soll, steht fest und ist unumstritten. Daneben soll es weitere Informationsstellen geben, dezentral, aber noch ohne konkrete Benennung. Landrat Eininger hat mehrfach deutlich gemacht, dass für ihn das Naturschutzzentrum in Schopfloch als "Nordportal" eine wesentliche Rolle spielen müsse. Mittlerweile wuchs indes offenkundig die Erkenntnis, dass auch das Freilichtmuseum mit seinen rund 80 000 Besuchern im Jahr eine wichtige Funktion einnehmen könne und müsse: "Ich tippe mal, dass beide ihre Stärken da einbringen werden Schopfloch das naturschützerische Bemühen und Beuren den touristischen Aspekt. Das bedeutet keinerlei Konkurrenz", sagte Matthias Berg. Das sechsköpfige Start-Team des Biosphärenparks in Münsingen kümmere sich momentan um ein Konzept.

Bisher sei man noch nicht dazu gekommen, in der Gestaltung und Namensgebung hineinzugehen, wisse man nicht, ob es einen Pavillon gebe und ob der innerhalb oder außerhalb des Museums installiert werde. Von einem geht Berg aus: "Es muss für jede Örtlichkeit eine passende Lösung geben." Der Vize-Landrat hält keineswegs für ausgeschlossen, dass alles viel schneller geht als geplant: Der bisherige Zeithorizont (2011) könne ob der Begeisterung der Unesco womöglich unterboten werden.

jg