Lokales

Beuren atmet auf

Der Beurener Tunnel ist nahezu fertig. Am Freitag ist es so weit: Baden-Württembergs Umwelt- und Verkehrsminister Stefan Mappus wird die neue, rund 1,2 Kilometer lange Straße um 10.30 Uhr feierlich eröffnen.

JÜRGEN HOLZWARTH

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BEUREN In Beuren geht ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung, denn die enge Durchgangsstraße im Ortskern wird vom Verkehr stark entlastet. Rund 15 Millionen Euro hat das Land für dieses Projekt im Zuge der Landesstraße 1210 zur Verfügung gestellt. Mit der Fortführung des Sonderprogramms im Landeshaushalt und der Auflage eines zusätzlichen Investitionsprogramms hat das Land das Budget für den Straßenbau enorm erhöht. So standen in den vergangenen drei Jahren insgesamt 130 Millionen Euro pro Haushaltsjahr für den Straßenbau im Land zur Verfügung. "Dadurch konnten wir auch die Beurener Ortsumgehung realisieren", freut sich Verkehrsminister Mappus.

Autofahrer, die nicht in die Kurgemeinde hineinfahren wollen, zweigen künftig von der bisherigen Ortsdurchfahrt im Bereich der Linsenhofer und der Balzholzer Straße ab und fahren zunächst in den Tunnel ein, der sich über 399 Meter unter der Wohnbebauung erstreckt. Ab dem Nordportal gelangen sie auf freier Strecke oberirdisch bis zum Freilichtmuseum. Dort fügt sich die neue Straße wieder in die bestehende ein.

Wenn Verkehrsminister Stefan Mappus die Straße eingeweiht hat, ist sie jedoch noch nicht gleich für die Autos befahrbar. Zunächst feiern die Beurener ihre neue Ortsumfahrung mit einem großen Tunnelfest. Am Samstag, 26. Februar, von 14 Uhr bis 20 Uhr und am Sonntag, 27. Februar, von 11 Uhr bis 16 Uhr werden 30 Beurener Vereine und Institutionen einen Markt im Tunnel veranstalten. An jenem Wochenende können interessierte Besucher auch die moderne Tunneltechnik im Betriebsraum und in der Röhre selbst besichtigen.

Ab Montag, 28. Februar, ist die Straße mit dem Tunnel nach insgesamt zwei Jahren Bauzeit dann endlich für den Verkehr freigegeben. Die Beurener können aufatmen.