Lokales

Bewegung für Körper und Geist

Wie schützt man sich vor der Volkskrankheit Schlaganfall? Wie beugt man vor und was ist zu tun, wenn das Unvermeidliche eintritt? Oberarzt Dr. Franz Bihr vom Paracelsus-Krankenhaus Ruit nahm zu diesen Fragen bei der Mitgliederversammlung des Kreisseniorenrats Esslingen in Ruit engagiert Stellung.

OSTFILDERN Bewegung sei das beste Mittel zur Vorbeugung, betonte Dr. Bihr. Nicht nur Körper, auch der Geist werde dadurch frisch und im wahrsten Sinne des Wortes beweglich gehalten. Besonders die großen Feinde von Herz und Kreislauf, Bluthochdruck und Diabetes, die Dr. Bihr als Pest des 21. Jahrhunderts bezeichnete, könnten damit positiv beeinflusst werden. Jeder sei aufgerufen, sich für seine Gesundheit einzusetzen und aktiv zu werden.

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Dr. Bihr ging in seinen Ausführungen auch auf die akute Behandlung in den Schlaganfallzentren, die dort erreichte gute Ausbildung der Ärzte und des Pflegepersonals ein und gab Ratschläge für die Rehabilitation und Nachsorge. Für die 75 Besucher der Mitgliederversammlung wichtige und bedenkenswerte Hinweise.

Zuvor hatte der Vorsitzende des Kreisseniorenrats Esslingen, Rainer Häußler, Leinfelden-Echterdingen, über die Arbeit des Vorstandes berichtet. Er ging auf die Impulse ein, die für die ältere Generation im Landkreis gegeben werden konnten. "Wir unterstützen neue Wohnformen und die Bestrebungen der Städte und Gemeinden, sich um Betreutes Wohnen zu Hause zu kümmern", führte er aus. Die Bildung eines stabilen Unterstützungsnetzwerks werde im Alter immer wichtiger.

Ein Anstoß konnte zusammen mit dem Kreisjugendring und in diesem Bereich engagierten Vorstandsmitgliedern zum Themenkomplex Alt und Jung gegeben werden. Ergebnis ist ein gemeinsames Projekt zur Konfliktlösung im Schulalltag.

Stellung genommen wurde auch zu der gegenwärtig diskutierten Frage des "Sterbens in Würde". Rainer Häußler: "Seit Jahren wird durch die Esslinger Initiative im Kreis Esslingen ein gut durchdachtes Angebot zur Abfassung von Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten gemacht. Dabei steht die Selbstbestimmung des Menschen auch in seiner letzten Lebensphase im Vordergrund."

Die Versammlung war mit dem Bericht zufrieden, ebenso wie mit dem Vortrag der Kassenbilanz durch Annemarie Möhrle, Nürtingen. In seinem Grußwort zeigte sich Landrat Heinz Eininger erneut als hervorragender Kenner der Lage älterer Menschen. Detailliert ging er auf die Problemfelder ein und erläuterte das Engagement des Landkreises auf den verschiedenen Gebieten. Bürgermeister Jürgen Fahrländer aus Ostfildern gab einen Überblick über die gelungene Infrastruktur seiner Stadt für ihre älteren Mitbewohner. Er wies auf die behindertengerechte Ausführung beim Bau neuer Gebäude hin. Als Vertreterin des Landesseniorenrats überbrachte Judith Berger, Ostfildern, Grüße und ging auf die zahlreichen Verflechtungen zum Kreisseniorenrat ein.

rh