Lokales

Bewohner kamen mit Schrecken davon

Brand eines Schuppens gefährdete Haus an der Vorderen Straße in Jesingen – Ursache noch unklar

Glück im Unglück hatten gestern Abend die Bewohner eines Hauses an der Vorderen Straße in Jesingen. Aus noch ungeklärter Ursache war ein Schuppen hinter dem Gebäude in Brand geraten. Den Mitgliedern der Feuerwehr gelang es, ein Übergreifen der Flammen zu verhindern.

Anke Kirsammer

Kirchheim. Wenn wir fünfMinuten später gekommen wären, hätte es hier sicher anders ausgesehen“, sagte der Feuerwehrkommandant der Abteilung Jesingen, Andreas Bezler. Um 21.30 Uhr war die Wehr von Nachbarn alarmiert worden. Als die Floriansjünger in der Jesinger Ortsmitte eintrafen, brannte die kleine Scheune bereits lichterloh. Durch die Hitze platzten an dem benachbarten Haus Fensterscheiben, und die Balkonbrüstung wurde stark beschädigt. Die übrigen umstehenden Gebäude wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen.

Als er die Flammen vom Magazin an der Brunnenstraße aus in den Nachthimmel lodern sah, hatte Bezler mit einem Feuer noch größeren Ausmaßes gerechnet. „Wenn es dunkel ist, sieht das alles schlimmer aus als tagsüber“, meinte der Kommandant. Der Wehr gelang es recht schnell, den Brand zu löschen. Neben der Abteilung Jesingen rückten auch Mitglieder der Abteilung Kirchheim aus. Insgesamt waren 36 Mann und sieben Fahrzeuge im Einsatz, darunter auch die Kirchheimer Drehleiter, um die umliegenden Häuser zu sichern.

Die Ursache des Brandes und der genaue Sachschaden stehen noch nicht fest. Die Polizei musste die Jesinger Ortsmitte für die Dauer von gut einer Stunde für den Verkehr komplett sperren. Bevor die Straße wieder freigegeben werden konnte, sorgte ein Streufahrzeug dafür, dass sich die Fahrbahn angesichts der klirrenden Kälte nicht in eine Eisfläche verwandelte. „Wir mussten das Wasser die ganze Zeit laufen lassen, damit es nicht in die Schläuche friert“, erläuterte Bezler.

Beinahe zeitgleich musste die Kirchheimer Wehr gestern Abend zu einem Einsatz an der Paradiesstraße ausrücken. Wie Wilfried Münchinger, Sprecher der Feuerwache, mitteilte, war in einer Wohnung ein Nachtspeicherofen in Brand geraten. „Die Bewohner konnten das Feuer bereits vor unserem Eintreffen löschen“, so Münchinger. Um zu gewährleisten, dass sich das Feuer nicht über den Boden weiter in dem Gebäude ausbreitete, setzte die Abteilung Kirchheim vorsorglich eine Wärmebildkamera ein. Menschen wurden auch bei diesem Brand nicht verletzt.

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