Lokales

Bislang keine infiziertenTiere im Kreis Esslingen

Die Angst vor einer raschen Ausbreitung der Vogelgrippe wächst: Auch im Kreis Esslingen sorgen derzeit zwei tote Schwäne für Aufregung. Dr. Gerhard Stehle, Leiter des Esslinger Veterinäramts, geht allerdings davon aus, dass den Tieren eine Starkstromleitung zum Verhängnis wurde.

KREIS ESSLINGEN Gefunden wurden die toten Schwäne in der Nacht von Freitag auf Samstag in Deizisau. "Die Tiere lagen unter einer Starkstromleitung", berichtet Veterinäramtsleiter Dr. Stehle, der noch in der Nacht von der Polizei zur Fundstelle gerufen wurde. Die Schwäne wurden umgehend zur Untersuchung in das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) nach Fellbach transportiert. Das endgültige Ergebnis erwartet Stehle zwar erst heute, aber die ersten Analysen haben keinerlei Hinweise auf das Vogelgrippe-Virus ergeben. "Die Tiere waren organisch völlig in Ordnung", sagt Stehle und vermutet deshalb, dass sie einem Stromschlag zum Opfer fielen.

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Das Veterinäramt hat alle Bürgermeisterämter und die Polizei gebeten, bei der Überwachung der Einhaltung der Aufstallungspflicht mitzuwirken. Eine allgemeine Information zur Vogelgrippe und zum Umgang mit toten Wildvögeln wurde vom Veterinäramt herausgegeben und soll in den Amtsblättern der Städte und Gemeinden veröffentlicht, sowie an besorgte Bürger ausgegeben werden. Ab sofort kann dieses Merkblatt auch auf der Homepage des Landkreises Esslingen unter www.landkreis-esslingen.de/Aktuelles/Infos-Hinweise-Broschüren abgerufen werden.

"Täglich werden bei uns Tiere abgegeben, die wir an das CVUA nach Fellbach weiterreichen", sagt Dr. Stehle. Bislang gebe es keinen Vogelgrippe-Verdachtsfall. "Ziel ist es, durch unser Frühwarnsystem ein Übergreifen der Geflügelkrankheit von Wildtieren auf Nutztiere zu verhindern, deshalb ist es wichtig, rechtzeitig das Auftreten der Krankheit festzustellen."

ho/pm