Lokales

Blickpunkt Raidwangen

Werner Achtzehner heißt der Mann, auf den die Clubs aus der großen Verfolgergruppe des Tabellenersten TSV Grafenberg übermorgen bauen. Der Trainer des Aufsteigers TSV Raidwangen soll mit seinem Team den TSVG-Alleingang an der Kreisliga A-Spitze stoppen.

KIRCHHEIM Erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt: Da träumte die Liga vor Rundenauftakt noch von einem spannungsgeladenen Kampf um den Titel, doch nun droht durch den TSV Grafenberg ähnliche Langeweile, wie durch den TTSB (heute FC) Nürtingen in der vergangenen Saison. Neun Punkte Vorsprung haben die Grafenberger vor dem ersten Verfolger, dem FV 09 Nürtingen.

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Nur zwei Punkte hinter dem ruhmreichen FVN rangiert der TSV Oberlenningen auf Platz drei. Der Neuling verpasste auf Grund der 1:2-Niederlage beim AC Catania sogar das Wiederaufrücken auf Platz zwei. "Kein Beinbruch", befindet TSVO-Trainer Karl-Heinz Toparkus, der nach wie vor den Klassenerhalt als oberstes Ziel im Lenninger Tal ausgibt. Nichtsdestotrotz sollte es übermorgen gegen den Tabellenelften TASV Kirchheim schon ein Sieg sein. Bei den Gästen wartet Neu-Trainer Turgay Aydin noch auf das erste Erfolgserlebnis, seit er Ende Oktober die Nachfolge von Canan Karahan antrat. Der TASV ist nach der bitteren 1:5-Pleite gegen den TB Neckarhausen nur noch einen Hauch von einem potenziellen Relegationsplatz entfernt.

Viel besser ist die Lage beim TV Neidlingen, der bekanntlich ebenfalls eine Veränderung bezüglich ihres Übungsleiters vornahm. Rudi Baude musste gehen das Quartett Amiri, Böhm, Moll, Munz übernahm und holte aus zwei Spielen sechs Punkte. Gegen den TSV Holzmaden soll der Aufwärtstrend natürlich anhalten. Doch der Gegner, bekannt für seine teils krassen Formschwankungen, kommt mit einer 3:2-Rückenstärkung durch den Erfolg über den VfB Neuffen nach Neidlingen. Auch das Torwartproblem ist gelöst: Seit vergangenen Sonntag steht Stammkeeper Fladislaw Semlanski nach Verletzungspause wieder zur Verfügung. "Wir wollen aus dem Spiel in Neidlingen und der Nachholpartie in Dettingen am 20. November mindestes zwei Punkte holen", unterstreicht der Abteilungsleiter des Tabellenneunten, Frank Linsenmayer. "Dann hätten wir unser Vorrundenziel von 20 Punkten erreicht."

Der TSV Weilheim, aktuell Sechster, zeigte bei der Niederlage gegen den TV Neidlingen (2:3) am vergangenen Sonntag erneut Schwächen. "Diese Niederlage ist ein großer Wermutstropfen", ärgerte sich TSVW-Trainer Jürgen Fritsch, "ich hatte mir unterm Strich sowieso den ein oder anderen Punkt mehr in der Vorrunde erhofft." Morgen haben die Limburgstädter beim Zwölften TB Neckarhausen letztmals Gelegenheit, die Vorrundenbilanz aufzupolieren. "Da muss ein Sieg her", so Fritsch unmissverständlich.

Die SF Dettingen wollen vor der Winterpause den Abstand zur Kellerregion weiter vergrößern. Das 2:1 über den TSV Raidwangen war ein erster Schritt. Beim FC Frickenhausen II will der Tabellenzehnte den nächsten folgen lassen. Das tabellarische Sorgenkind der Region, der AC Catania Kirchheim, will nach dem überraschenden 2:1 über den TSV Oberlenningen beim Schlusslicht TSV Oberensingen weitere Zähler sammeln. Ein wahrlich wichtiges Match: Bei einer Niederlage wäre der AC wieder Letzter.

rei