Lokales

Blinde Zerstörungswut

Als hätte der Motorsportclub Köngen-Wendlingen (MSC) nicht schon genug Sorgen: Allein die Suche nach einem neuen Trainingsgelände strapaziert derzeit die Nerven der Mitglieder. Jetzt suchten zum wiederholten Mal zerstörungswütige Unbekannte das Gelände auf dem Neckarwasen heim und machten stundenlange Arbeit zunichte.

WENDLINGEN Die Täter kamen am vergangenen Wochenende. Das jedenfalls vermutet MSC-Pressesprecher Bernd Brinkmann. Und sie haben ganze Arbeit geleistet: 16 Sektionen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade, die etliche Vereinshelfer in stundenlanger Arbeit für die am Wochenende stattfindenden baden-württembergischen Trial-Meisterschaften aufgebaut hatten, wurden vollständig zerstört. Jetzt heißt es für die Mitglieder nocheinmal, mit vereinten Kräften zuzupacken, um rechtzeitig vor Beginn des Wettkampfs, zu dem Fahrer aus dem ganzen Land, aus Bayern, Österreich und der Schweiz erwartet werden, startklar zu sein.

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Für den MSC gehört Vandalismus zum traurigen Alltag. Nicht nur das Trainingsgelände am Neckarwasen, auch das Vereinsheim wurde in der Vergangenheit wiederholt zum Ziel blinder Zerstörungswut. "Das zehrt an den Nerven", sagt Brinkmann, der durch die immer noch ungeklärte Standortfrage gar den Fortbestand des Vereins gefährdet sieht. Weil das Gebiet renaturiert werden soll, suchen beide Anrainerkommunen derzeit nach einem möglichen Ausweichquartier für den Verein bislang jedoch ohne zählbaren Erfolg.

bk