Lokales

Blumenhandelund die Folgen

KIRCHHEIM Mit dem Titel "Blumengrüße vom Äquator" ist eine gemeinsame Veranstaltung des Eine-Welt-Vereins und der Kirchheimer Familienstätte überschrieben. Die Veranstaltung, die am Mittwoch, 27. April, um 20 Uhr im Vogthaus beginnt, setzt sich kritisch mit dem weltweiten Blumenhandel und seinen Folgen auseinander.

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Was hierzulande aus Liebe und Freundschaft verschenkt wird, bedeutet für viele Frauen in den Blumenindustrien der Dritten Welt Krankheit und Leid. Der Einsatz von hochgiftigen Pestiziden schadet dabei Menschen und Umwelt. Hungerlöhne und Verfolgung von Gewerkschaften sind die traurige Kehrseite des blühenden Blumengeschäfts.

Die internationale Blumenkampagne setzt sich ein für das Ende der Ausbeutung von Mensch und Natur und für die Verwirklichung grundlegender Menschenrechte. Vorgestellt werden an diesem Abend das Blumensiegel und das Flower Label Programm (FLP) für eine menschen- und umweltschonende Produktion.

Ein halbstündiger Film schildert die Arbeitsbedingungen auf den konventionellen Blumenplantagen in Afrika und Lateinamerika sowie die Verbesserungen, die durch das FLP-Programm erreicht werden. Die anschließende Podiumsdiskussion mit Vertretern der Menschenrechtsorganisation FIAN, dem Kirchheimer Blumeneinzelhandel und lokalen Blumengroßverbrauchern vertieft den Einblick in die Zusammenhänge des weltweiten Blumenhandels und zeigt Alternativen zu den handelsüblichen Import-Schnittblumen auf.

Die Veranstaltung ist zugleich der Auftakt des Projekts "Sag es mit Blumen", mit dem der Eine-Welt-Verein im Rahmen des Kirchheimer Agenda-21-Prozesses den Verkauf von je nach Jahreszeit entweder regional produzierten oder aus sozial- und umweltverträglicher Produktion stammenden Blumen unterstützen möchte.

pm