Lokales

Borkenkäfer mindert den Ertrag

Walter Hegelau und Karl Sablowsky haben dem Dettinger Ratsgremium einen Überblick über das laufende Forstwirtschaftsjahr gegeben und zugleich den Betriebsplan für 2005 vorgelegt. Demnach soll mit dem Holz aus dem Gemeindewald im kommenden Jahr ein Überschuss von etwa 6 500 Euro erzielt werden.

ANDREAS VOLZ

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DETTINGEN

Zurzeit beläuft sich der Holzeinschlag im Dettinger Gemeindewald für das Jahr 2004 auf 1 530 Festmeter, was genau dem Plan-ansatz für das laufende Forstwirtschaftsjahr entspricht. Dabei handelt es sich Revierförster Karl Sablowski zufolge aber um ein zufälliges Erreichen des vorgegebenen Ziels, weil nur 1 180 Festmeter planmäßig eingeschlagen wurden. Die restlichen 350 Festmeter sind Schadholz, das dem Borkenkäfer oder der Trockenheit zum Opfer gefallen ist. Damit haben die Dettinger aber noch Glück gehabt: Im Landesdurchschnitt sind die Waldschäden weitaus größer.

Unter anderem aus den schlechteren Preisen für das minderwertige Holz ergibt sich bei den Einnahmen mit etwa 66 000 Euro ein Minus von 10 000 Euro gegenüber der ursprünglichen Planung für das laufende Jahr. Immerhin sei das Schadholz rechtzeitig abtransportiert worden, sodass durch dessen Borkenkäferbefall keine weitere Gefahr mehr für den restlichen Wald ausgehen konnte. Bei den Ausgaben zeigte sich Revierförster Sablowsky zuversichtlich, dass die veranschlagten 86 000 Euro "gut einzuhalten" sind.

Kultursicherungsarbeiten und Jungbestandspflege seien auf insgesamt 18 Hektar erfolgt. Vor allem seien die jungen Bäume, die auf den "Lotharflächen" gepflanzt worden waren, inzwischen wieder "von Konkurrenzflora befreit". Als gelungenes Beispiel ehrenamtlichen Engagements nannte Sablowsky die Sanierung der Rainhütte beim Käppele durch Arbeitseinsätze der verschiedensten Vereine und Gruppierungen. Die Hütte könne jetzt für Waldprojekte von Kindergartengruppen und Schulklassen genutzt werden.

Im kommenden Jahr sieht die Naturalplanung einen Einschlag von 1 760 Festmetern vor, wie der Leiter des Kirchheimer Forstamts, Walter Hegelau, im Gemeinderat erläuterte. Das liege über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre, trage aber mit dazu bei, die Holzmenge des auf zehn Jahre festgelegten Hiebsatzes zu erreichen. Insbesondere die Fichtenjungbestände, die zwischen 30 und 60 Jahre alt sind, sollen im Jahr 2005 durchforstet werden eine Aufgabe, die schon jahrelang aufgeschoben werde.

Dem erwarteten Holzerlös in Höhe von etwa 81 000 Euro stehen im kommenden Forstwirtschaftsjahr rund 74 500 Euro an geplanten Ausgaben gegenüber, was zu einem kleinen Überschuss führen soll. Auch deshalb stimmten die Dettinger Ratsmitglieder dem Betriebsplan für den Gemeindewald einstimmig zu.