Lokales

Brand im Bauhof verursachte hohe Kosten

Der Brand im Bauhof in Notzingen hat größeren Schaden angerichtet als ursprünglich gedacht. Der Unimog hat Totalschaden, der Transporter ist beschädigt und auch das Gebäude wurde stark in Mitleidenschaft gezogen.

IRIS HÄFNER

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NOTZINGEN "Der Unimog, der in der Garage abgestellt war, brannte am 30. Dezember völlig aus, wobei das Gebäude, der VW-Transporter und eine Vielzahl von Maschinen und Geräten stark in Mitleidenschaft gezogen wurden", beschrieb Bürgermeister Flogaus die Situation während der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Vor allem der Ausfall des Unimogs gerade im Winter bereitete der Verwaltung großes Kopfzerbrechen. Zum einen ist das Fahrzeug wichtig für den Winterdienst und zum anderen wird von der Versicherung nur der Zeitwert ersetzt. "In einer Nacht- und Nebenaktion haben wir ein Mietfahrzeug beordert", so Jochen Flogaus.

Der Unimog ist zwar 20 Jahre alt, auf Grund des guten Zustands hätte er nach Ansicht des Rathauschefs aber noch einige Jahre seinen Dienst getan. "Es ist relativ wenig, was wir von der Versicherung bekommen. Der Betrag beläuft sich dank des guten Zustands auf 20 000 Euro", sagte der Schultes. Das gleiche Modell gibt es nicht mehr, weshalb auch das Zubehör teilweise zusätzlich gekauft werden muss. Zwischen 80 000 und 90 000 Euro wird das Fahrzeug voraussichtlich kosten. Ein Traktor würde zwar ein bisschen günstiger sein, "er ist aber bei weitem nicht das, was wir brauchen", ist der Schultes überzeugt. Die Instandsetzung des Transporters schlägt mit etwa 4000 Euro zu Buche.

Großer Schaden ist auch am Gebäude entstanden, in welcher Höhe ist jedoch nach wie vor unklar. "Die Stahlträger dürften nicht so stark beschädigt sein, allerdings die Kassettendecke. Sie muss zumindest teilweise raus", erklärte Jochen Flogaus. Auch die Dämmung müsse entfernt werden, da teerhaltiges Material runtergetropft sei. Seiner Ansicht nach wäre es sinnvoll zu überprüfen, ob ein flachgeneigtes Dach auf das Flachdach aufgebaut werden soll. "Somit würde für die Zukunft keine Flachdachsanierung mehr anstehen", gab er zu bedenken. Für 21 000 Mark geschah dies letztsmals 1999. Außerdem ist auch die Elektrik verschmort. "Wenn die Gasflasche explodiert wäre, dann hätten wir nicht mehr zu sanieren brauchen, sondern gleich neu bauen", zeigte er die kritische Situation vor Ort auf.

Für das Gebäude besteht eine Brand- und Elementarschadenversicherung, für die Maschinen und Geräte eine Inventarschadenversicherung. Somit ist der größte Teil der Kosten abgedeckt. "Die Frage ist das Ausmaß, sind 60 oder 100 Quadratmeter beschädigt. Wenn ich alle 10 Zentimeter den Zustand der Decke überpüfe, kommt das Gutachten allerdings teurer als die Sanierung", sagte Jochen Flogaus.

Für Jürgen Wagner steht außer Frage, dass wieder ein Unimog beschafft werden soll. "Er ist universell einsetzbar, das haben die letzten Jahre gezeigt. Es gibt keine andere Wahl", erklärte er. Gleicher Ansicht ist auch Herbert Hiller. "Bei unserer Topografie kommt nichts anderes in Frage", argumentierte er. "Wir müssen wohl oder übel in den sauren Apfel beißen, sowohl was das Fahrzeug anbelangt als auch das Gebäude. Das ist die Gelegenheit, das Dach zu sanieren", ist Günter Barz der Auffassung. "Glück im Unglück beim Schreck in der Abendstunde", brachte es Eduard Bosch auf den Punkt. Auch er ist für den Kauf eines Unimogs und will Nägel mit Köpfen in Sachen Dachsanierung machen.

Einstimmig wurde beschlossen, ein neues Fahrzeug zu beschaffen, "das zu 99 Prozent ein Unimog ist", wie Jochen Flogaus formulierte. Der Ausschuss für Technik und Umwelt bekam diese Aufgabe übertragen. Was das Dach betrifft, werden Angebote eingeholt.