Lokales

Brand in Recycling-Firma

Bissinger Feuerwehr stellte bei der Hauptübung ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis

Lob und Anerkennung von Kreisbrandmeister Bernhard ­Dittrich als auch von Bürgermeister Wolfgang Kümmerle gab es für die Freiwillige Feuerwehr Bissingen für ihre engagierten Einsatz bei der Haupt­übung am Samstagnachmittag, zumal sie sich hierbei keine einfache Aufgabe ausgesucht hatte.

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Karl Stolz

Bissingen. „Brand in der Produktionshalle der Firma ELM Reycling“ in der Stahlbrunnstraße, so lautete die Alarmmeldung für die Freiwillige Feuerwehr Bissingen. Ausgelöst wurde der Alarm durch die Brandmeldeanlage in der Firma, nachdem es durch ein heißgelaufenes Lager an einer Maschine zu einem Brand mit sehr starker Rauchentwicklung kam. Dieser Situation sah sich der Einsatzleiter Karl Weil nach dem Eintreffen mit dem Mannschaftstransportwagen an der Brandstelle gegenübergestellt. Rasch trafen nacheinander das Tanklöschfahrzeug 8/18, das Löschfahrzeug 16/TS, der Schlauchwagen 1000 und das Tragkraftspritzenfahrzeug ein. Mit alarmiert wurde außerdem das Deutsche Rote Kreuz mit einem Rettungswagen.

Vorrangige Aufgabe des Angriffstrupps vom Tanklöschfahrzeug war Innenangriff unter Atemschutz von der Ostseite des Gebäudes zur Brandmeldezentrale, Feststellung des auslösenden Melders sowie das Melderlinienbuch zur Einsatzleitung zu bringen. Anschließend galt es unverzüglich, die Brandbekämpfung aufzunehmen. Glücklicherweise befanden sich bei Brandausbruch keine Personen im Gebäude. Die Besatzung vom Löschfahrzeug 16 stellte zum einen den Sicherungstrupp für die Atemschutzträger, zum anderen galt es, die Wasserversorgung zum Tanklöschfahrzeug sicherzustellen sowie das Lüftungsgerät in Betrieb zu nehmen, damit der Brandrauch durch die Rauch- und Wärmeabzugsanlage aus dem Gebäude abziehen konnte.

Die nachgerückten Kräften, welche mit dem Mannschaftstransportwagen zur Einsatzstelle kamen, erhielten vom Einsatzleiter die Order, eine zusätzliche Wasserversorgung zum Löschfahrzeug 16 aufzubauen und unter Einsatz eines Schaumrohres die Brandbekämpfung aufzunehmen. Zeitgleich wurde von den Einsatzkräften des Schlauchwagens eine umfangreiche Wasserversorgung sowohl von dem Vorratsbehälter (870 Kubikmeter) der Firma Reinert als auch vom öffentlichen Versorgungsnetz in der Fabrikstraße herstellt. Die Länge der Leitungen zur Brandbekämpfung mit insgesamt vier C-Rohren und zwei Schaumrohren betrug insgesamt 600 Meter. Auch die Jugendfeuerwehr war mit dem Tragkraftspritzenfahrzeug in die Übung eingebunden. Ihre Aufgabe war, eine Riegelstellung zum westlichen Nachbargebäude aufzubauen. Hierbei stellte der Feuerwehrnachwuchs sein Können unter Beweis.

Über den engagierten Einsatz aller Beteiligten (die Altersfeuerwehr hatte die Absicherung der Einsatzstelle übernommen) konnten sich die zahlreichen Besucher, unter ihnen Bürgermeister Wolfgang Kümmerle, Kreisbrandmeister Bernhard Dittrich sowie die Kommandanten der benachbarten Feuerwehren, überzeugen. Kommandant Bernhard Greiner informierte die Anwesenden fachkundig und detailliert über den Ablauf der Hauptübung. Dank des massiven Löscheinsatzes konnte das Feuer bald unter Kontrolle gebracht und später „Feuer schwarz“ gemeldet werden.

Bei der sich anschließenden Übungsbesprechung bedankte sich Kommandant Bernhard Greiner nicht nur bei den Einsatzkräften für deren Leistung, sondern auch bei den Eigentümern der Firma ELM für die Zurverfügungstellung des Übungsobjekts, welches es ermög­lichte, realistisch mit Wasser und Schaum zu löschen.

Lob und Anerkennung kam abschließend sowohl von Kreisbrandmeister Dittrich, der als Übungsbeobachter fungierte, als auch von Bürgermeister Kümmerle, welcher zudem noch die gute Kommunikation zwischen der Firma ELM und der Feuerwehr sowie die Leistung der Jugendfeuerwehr hervorhob.