Lokales

Bratwürste und dunkles Bier

Eine Drei-Tage-Exkursion war angesagt, so machte sich eine Gruppe des Schwäbischen Heimatbunds Kirchheim/Teck auf nach Nürnberg.

KIRCHHEIM Nach der Bahnfahrt war das Ziel die älteste Bratwurstküche der Welt "Der Gulden Stern", wo die Reisenden die Nürnberger Bratwürste vom Grill mit verschiedenen Beilagen, dazu dunkles Bier genossen. Die Reiseführerin, Siegel-Weiss begleitete durch das Jakobsviertel, über den Lorenz Platz zur gotischen Hallenkirche Sankt Lorenz. Das Innere ist durch den Kontrast zwischen dem engeren dunkleren Langhaus und dem jüngeren , daher breiteren und lichteren Hallenchor bestimmt. In der Achse zwischen dem Radfenster, dem "Stern von Sankt t Lorenz" und dem Hauptaltar hängen drei besondere Kunstwerke: Der Kronleuchter von Peter Vischer, das Triumphbogenfenster von einem unbekannten Meister und der Engelsgruß von Veit Stoß.

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Der Rundgang durch Sankt Lorenz wurde vom Orgelspiel des Organisten begleitet und so erlebten die Kirchheimer die besondere Atmosphäre in dieser herrlichen Kirche.

Weiter ging es am Nassauer Haus vorbei zum Heilig Geist Spital über der Pegnitz zum Denkmal für Hans Sachs. Im Jahr 1050 wurde Nürnberg erstmals urkundlich erwähnt, im 12. Jahrhundert wurde die staufische Kaiserburg ausgebaut und das Stadtrecht entwickelt. 1219 wurde die Stadt direkt dem Reich unterstellt, so daß sie nun freie Reichsstadt war. 1806 fiel die Stadt an das Königreich Bayern.

Die Burg thront auf einem Felsen aus Burgsandstein hoch über der Stadt. Man kam zur Kaiserburg, und durchschreitet dort das Himmelstor, den Vorhof, das innere Burgtor zum Inneren Burghof. Dann zum Rittersaal zum Kaisersaal. Der Höhepunkt der Burganlage stellt die romanische Doppelkapelle mit Ober - und Unterkapelle dar. Vom Wehrgang der Burg ist das Dürerhaus zu sehen, eine Führung durch das Wohn- und Arbeitshaus des Malers lohnte sich, denn man begegnete Dürers Frau Agnes, konnten einer Dame zusehen beim Kupfer stechen.

Am Dürer Denkmal vorbei über den Sebalder Platz war die Sankt Sebaldus Kirche erreicht, eine gotische Basilika mit romanischem Chor. Am Hauptmarkt vor der Frauenkirche erhebt sich 20 Meter hoch der Schöne Brunnen mit kunstvollem Gitter. Ein Bummel durch die herrlich beleuchtete Altstadt war ein Genuß zum Abschluß des Tages.

Beim Rundgang durch die Landesausstellung "200 Jahre Franken" hörten die Gruppe Neues und Wissenswertes über die Geschichte der Stadt, ihre Entwicklung und Industriealisierung. So sind die Kirchheimer vertrauter geworden mit Nürnberg, Franken, Bayern.

rmk