Lokales

Bruderduell rückt näher

KIRCHHEIM Das Zwischenhoch des FC Frickenhausen in der Verbandsliga ist schon wieder zu Ende.

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REIMUND ELBE

Vier Tage nach dem geradezu verrückt anmutenden 6:5 über die TuS Metzingen auf heimischem Terrain gab es gestern in Böblingen eine 1:5-Klatsche. "Wir haben erstmals in dieser Saison wie ein Tabellenletzter gespielt," kommentierte FCF-Pressewart

Werner Schmid

die 17. Saisonniederlage des Neulings. Knüppeldick kam's für den FCF auch deshalb, weil Torwart

Markus Roth

, der für den nur unregelmäßig trainierenden, weil studierenden Keeper

Oygar Vangöl

im Tor stand, bereits nach 19 Minuten die Rote Karte sah. Roth hatte den Ball bei einer Abwehraktion außerhalb des Strafraumes mit der Hand berührt ein Reflex, ähnlich dem des Bochumer Bundesliga-Keepers

Rein van Duijnhoven

vor einer Woche in der Partie beim FC Bayern München.

In der Bezirksliga bewies der TSV Notzingen mit dem 4:1 über den SV Göppingen, dass der Eichert-Club zu Recht auf Platz vier zu finden ist. Doch der Hunger von Spielertrainer Stefan Haußmann ist damit noch nicht gestillt. "Wir wollen die Runde jetzt in diesem Stil positiv zu Ende bringen", betonte der Notzinger Übungsleiter, "reizvoll ist dabei natürlich, dass wir noch direkt gegen die vor uns platzierten Mannschaften aus Nürtingen und Großbettlingen antreten können."

Ebenso gelöste Stimmung war am Samstagabend beim TSG Zell nach dem 2:1-Auswärtssieg in Uhingen. "Wenn wir verloren hätten, wäre unsere Moral im Abstiegskampf wahrscheinlich gebrochen gewesen," vermutet TSG-Coach Axel Maier, "es war ein Spieltag ganz nach unserem Geschmack." Am kommenden Mittwoch gibt es zum zweiten Mal in dieser Runde das direkte Duell mit seinem Bruder Claus Maier, Spielertrainer des TSGV Großbettlingen. "Wir telefonieren vor diesem Spiel garantiert nicht", unterstreicht Axel Maier, "jeder konzentriert sich eben auf seine eigenen Aufgaben."

Ein Spieltag ganz nach dem Geschmack des TSG Zell war es auch deshalb, weil sich die mitgefährdete SGEH mit dem 2:3 beim wahrscheinlichen Absteiger ASV Eislingen einen bösen Patzer im Kampf um den Klassenerhalt erlaubte. "Es gab einige unglückliche Schiedsrichterentscheidungen," kritisierte SGEH-Abteilungsleiter Frank Zintgraf, spielte dabei auf die Gelb-Rote Karte für Angreifer Christian Müller in der 51. Minute an. "Christian hatte nur ein harmloses Foul gemacht und einmal reklamiert, da finde ich einen Platzverweis leicht übertrieben," so der SGEH-Sprecher. Am kommenden Mittwoch geht es für die Spielgemeinschaft nach Boll, drei Tage später rückt der TSV Notzingen im Hardtwaldstadion an.

Lange Gesichter auch beim TSV Jesingen nach dem 3:4 gegen den FC Nürtingen 73. "Es war unser bestes Saisonspiel," so die Wertung von Jesingens Fußball-Abteilungsleiter Steffen Mauz, "wir hätten den Sieg verdient gehabt." Nach dem Tabellenzweiten FCN wartet nun am kommenden Mittwoch der unangefochtene Spitzenreiter GSV Dürnau auf die Kicker aus den Lehenäckern.

In der Kreisliga A ist eine Vorentscheidung im Titelkampf gefallen. Der TSV Grafenberg, noch vor wenigen Jahren in der Kreisliga B spielend, steht nach dem 3:2 in Nürtingen vor dem Bezirksligaaufstieg. 09-Trainer Timo Widmann trug die Niederlage mit Fassung: "Es konnte doch niemand damit rechnen, dass wir noch einmal punktemäßig so nahe an die Grafenberger rankommen." Der TV Neidlingen bleibt derweil im Rennen um Platz fünf, dem ausgelobten Saisonziel auch Dank der "Einwechselpolitik" gestern in Neckarhausen. In der 57. Minute kam Ralf Schumacher auf den Platz drei Minuten später markierte der TVN-Mann das 1:0. Das Spielchen wiederholte sich nochmals mit Marco Kunze. Auch jener war erst kurz vor seinem Treffer zum 2:0-Endstand eingewechselt worden. "So etwas nennt man halt glückliches Händchen," meinte Neidlingens Sprecher Klaus Moll schmunzelnd.