Lokales

Budget ist gesichert

Der Rechnungsabschluss für das Jahr 2003 fällt in der Zähringerstadt günstiger aus als erwartet. Durch Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer und geringere Ausgaben beim Sach- und Personalaufwand als Folge einer vom Bürger-meister verfügten zehnprotzentigen Haushaltssperre, konnte eine Investitionsrate von 420 000 Euro erwirtschaftet werden.

WEILHEIM Bei der Aufstellung des Haushaltsplanes für das Jahr 2003 war der Stadtkämmerer noch davon ausgegangen, dass ihm zum Jahresende 140 000 Euro fehlen werden, um den Haushalt ausgleichen zu können. Nachdem die Rechnung abgeschlossen ist, konnte er die erfreuliche Mitteilung machen, dass 540 000 Euro mehr Gewerbesteuer eingegangen sind, als geplant waren. Allerdings musste die Stadt gleich wieder 240 000 Euro als Umlage an das Land abführen. Trotz einer um 60 000 Euro geringeren Einkommenssteuer konnte letztlich nach Tilgung von 214 000 Euro Schulden eine Investitionsrate mit 420 000 Euro erreicht werden. Wesentlich dazu beigetragen hat eine Haushaltssperre für zehn Prozent der Personal- und Sachausgaben.

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Diese Investitionsrate aus dem laufenden Haushalt ist auch dringend notwendig, um Mehrkosten bei Grunderwerben in der Stadtmitte und geringere Erlöse aus Grundstücksverkäufen aufzufangen.

Die als Eigenbetrieb geführte Wasserversorgung erwirtschaftete einen Gewinn von rund 9000 Euro , der mit Verlustvorträgen verrechnet werden kann. Sorge bereitet der erhebliche Wasserverlust im Leitungsnetz. Durch Auswechslung einiger besonders poröser Leitungsstrecken soll der Verlust in den nächsten Jahren verringert werden. Auch beim Betrieb Abwasserbeseitigung wurde ein Überschuss von 88 400 Euro erreicht, der aufs nächste Jahr vorgetragen wird. Dennoch hat der Kämmerer eine Unterdeckung bei den Gebühren von 48 000 Euro errechnet. Diese Feststellung hat Stadtrat Professor Dr. Wackenhuth zu kritischen Nachfragen über die Verzinsung des Eigenkapitals veranlasst. Insgesamt hat der Weilheimer Gemeinderat jedoch den Abschluss der Jahresrechnung vom Kämmereihaushalt und den Haushalten der Eigenbetriebe festgestellt.

Der Ausblick von Stadtkämmerer Philipp auf das Haushaltsjahr 2004 fiel positiv aus. Den Planansatz von 2,67 Millionen Gewerbesteuer hofft der Kämmerer in diesem Jahr erreichen zu können; aktuell fehlen hierzu noch 250 000 Euro. Ein weiterer Rückgang bei der Einkommensteuer um 50 000 Euro kann durch die pauschale Ausgabensperre, welche auch für die restlichen Monate des Jahres 2004 aufrechterhalten bleibt, aufgefangen werden. Bei den übrigen Einnahmen und Ausgaben befürchtet der Kämmerer keine zusätzlichen Risiken.

hn