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Bürgermeister: "Bewegung tut euch und den Lehrern gut"

Um rund 12 000 Euro richtete die Gemeinde Bissingen im Pausenhof der Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule für die kleinen Schüler einen Aktiv-Spielplatz ein. Gestern Morgen wurde er im Rahmen einer kleinen Einweihungsfeier den Buben und Mädchen der Grundschule übergeben.

RICHARD UMSTADT

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BISSINGEN Noch bevor die Großen ihre Reden halten konnten, hatten die Kleinen bereits lärmend den in der Südecke des Pausenhofs installierten Aktiv-Spielplatz in Beschlag genommen. Damit gaben sie spontan die Antwort auf die heimliche Frage, ob der Platz wohl angenommen wird.

Schulleiter Wolfgang Rose, den die bunte, quicklebendige Schar von über 200 Grundschülern gestern Morgen umringte, bedankte sich "für die tolle Leistung" bei der Gemeindeverwaltung, den Eltern, Bauhofleiter Ernst Pangerl und seinem Team sowie bei den Schülern. Eltern, Bauhof und Schüler hatten vor, während und auch noch nach den Sommerferien den Aktiv-Spielplatz erstellt. Zur Kräftigung der Arbeiter steuerten eine große Bissinger Bäckerei und eine örtliche Metzgerei das Vesper bei.

"Bewegung tut euch und den Lehrern gut", meinte Bissingens Bürgermeister Wolfgang Kümmerle. Auch er dankte den am Spielplatzbau Beteiligten für ihr Engagement und vergaß auch nicht den "reichen Onkel" zu begrüßen: Erich Hogen, Vorsitzender der "DRK-Zukunftsstiftung Rösle-Bunz". 1 800 Euro kamen aus dem Topf der Stiftung für den Aktiv-Spielplatz.

Wolfgang Kümmerle wünschte den Schülern viel Vergnügen beim Spielen. Er hoffte, dass sich das äußere Gleichgewicht, das sie sich auf dem Balance-Trainer aneignen könnten, auch zur inneren Balance wird. Und fügte väterlich ermahnend hinzu: "Ond passet au auf dia Sacha auf."

Ob dieser Appell fruchtet, wird sich im Laufe der Zeit herausstellen. Jedenfalls zeigten sich die Buben und Mädchen begeistert von dem Klettergerüst, der Bergsteigerwand, dem Balance-Seil und -trainer sowie den Stepps. Außerdem laden die Findlinge, die den Spielplatz begrenzen, zum Sitzen ein. Freilich werden sich die kleinen Kieselsteine, die als Fallschutz den Speilplatzboden bedecken, mit der Zeit auf dem Pausenhof verteilen. Doch das ist nicht weiter tragisch, denn die Lehrer könnten den Schülern zum Beispiel Besen in die Hände drücken und sie in einer nützlichen schwäbischen Tugend erziehen der Kehrwoche.