Lokales

Burgenreiche Gegend

Eine Herbstwanderung führte die Wandergruppe der Ortsgruppe Kirchheim des Schwäbischen Albvereins in die burgenreiche Gegend am Westrand des Schwäbisch-Fränkischen Waldes.

KIRCHHEIM Ausgangspunkt der Wanderung war Beilstein. Das sich staffelförmig am Schlossberg hochziehende Städtchen wird überragt von der Burg Hohenbeilstein, die bereits um 1150 erwähnt wurde. In ihrer wechselvollen Geschichte gelangte sie 1540 an Herzog Ulrich von Württemberg. Im Bauernkrieg zerstört, wurde sie 1693 mit dem Städtchen von den Franzosen entgültig in Schutt und Asche gelegt. Erhalten blieben der mächtige, fünfeckige Bergfried, genannt "Langhans" sowie Teile der Kernburg und des Zwingers. Heute beherbergt die Burg eine Falknerei.

Anzeige

Der Wanderweg führte zunächst bergauf durch Wald, dann durch eine abwechslungsreiche Landschaft mit ihren sonnenreichen Rebhängen zur Ruine Helfenberg, deren massiger Turm aus dem 13. Jahrhundert stammt. Vom Bergrücken bot sich ein herrlicher Rundblick: unterhalb der Weinberge lag Abstatt und aus dem Schozachtal grüßte Schloss Stettenfels und Untergruppenbach. In dieser von einer fruchtbaren Lößschicht bedeckten Talformation betrieben schon die Kelten vor 2300 Jahren Pferdezucht.

Die Wanderung ging weiter zum Schloss Wildeck, das heute zur staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau bei Weinsberg gehört. Ein schmaler Pfad führte in den herbstlich bunten Wald und bald war der idyllisch gelegene Sankt-Anna-See erreicht, der geradezu zu einer kleinen Pause verleitete.

Weiter ging es durch den Wald und die Rebhänge des Steinberges. Von der Höhe des Wartkopfes genossen die Albvereinler dann eine imposante Aussicht in das Bottwartal, bevor es auf bequemen Winzerwegen durch die in bunten Herbstfarben leuchtenden Weinberge hinunter nach Beilstein ging, wo eine Einkehr die schhöne Herbsttour beendete.

me