Lokales

Chance für Ausbildung

Ab Oktober wird für rund 650 junge Menschen, die keine Ausbildungsstelle gefunden haben und ihre Berufsschulpflicht erfüllt haben, eine Alternative zum betrieblichen Ausbildungsplatz entwickelt, zum Teil sogar eine überbetriebliche Ausbildung ermöglicht. Knapp 150 Jugendliche, unter denen 24 lernbehinderte junge Menschen sind, werden in überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen (BüE) zu einem Berufsabschluss geführt.

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Im Landkreis Esslingen werden das etwa 90 Mädchen und Jungen sein, im Landkreis Göppingen 60. Dabei legen die Berater der Agentur besonderen Wert darauf, dass die Träger sehr eng mit den örtlichen Betrieben zusammenarbeiten. Denn eine betriebsnahe Ausbildung orientiert sich am Bedarf der heimischen Wirtschaft und erhöht damit nach der Ausbildung die Chancen auf einen Arbeitsplatz.


Viele junge Menschen können eine Ausbildung nur bestehen, wenn Sie parallel dazu mit ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) und pädagogischer und sozialpädagogischer Betreuung unterstützt werden. Im Agenturbezirk werden etwa 430 Jugendliche diese Förderung bekommen.


Für ausbildungsbegleitende Hilfen und überbetriebliche Ausbildungsplätze, der so genannten Benachteiligtenförderung, werden insgesamt rund zwei Millionen Euro investiert. Für etwa 260 Jugendliche, die in keine Ausbildung einmünden können, werden für 1,3 Millionen Euro berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen eingerichtet, mit denen die Chancen der jungen Leute auf einen Ausbildungsplatz für das nächste Jahr deutlich erhöhen. Auch für die etwa 250 Förderschüler in den beiden Landkreisen Esslingen und Göppingen ist dank der engen Zusammenarbeit von Staatlichem Schulamt, Förderschulen, berufsbildenden Schulen, freien Bildungsträgern und den Berufsberatern gesorgt. Einige werden nach den Sommerferien eine praxisorientierte Ausbildung beginnen. Der größere Teil wird in extra für sie eingerichtete Sonderberufsfachschulen oder im Berufsvorbereitungsjahr auf eine spätere Ausbildung vorbereitet.


Mit knapp 2,4 Millionen Euro werden etwa 150 Plätze für junge Menschen mit Behinderung geschaffen. Fünfzig davon sind mit Unterbringungsmöglichkeiten in Internaten.