Lokales

Chancen auf Platz zwei gestiegen

Durch den 27:24-Auswärtserfolg bei der HSG Oberer Neckar in Stuttgart-Wangen hat sich für den TSV Owen die theoretische Chance auf den Relegationsplatz in der Landesliga erhöht.

STUTTGART Dabei standen die Vorzeichen für einen Auswärtserfolg alles andere als gut. Die Liste der Ausfälle, die Trainer Enrico Wackershauser im Laufe der Woche zu verzeichnen hatte, war ständig angewachsen. Dazu kam, dass die zweite Mannschaft zeitgleich in Plieningen spielte. Es galt also abzuwägen, wer wo spielen sollte. Wackershauser rief überraschend Heiko Hoyler und Markus Güntner in den Kader, obwohl beide eigentlich in dieser Runde aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr spielen sollten.

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Die Anfangsphase verlief für den TSV Owen holprig. Zu leichtfertig vergab die Teck-Sieben klare Torchancen, welche die Gastgeber prompt in saubere Kontertore verwandelten. So sahen sich die Gelbhemden bereits nach sieben Minuten mit 1:5 im Rückstand. In der Folgezeit stabilisierte sich die Owener Abwehr und das Team um Kapitän Benni Kazmaier konnte Mitte der ersten Halbzeit zum 7:7 ausgleichen.

Die sichtlich überraschten Gastgeber schlossen ihre Angriffe überhastet ab, sodass die Herzogstädter über schnelles Konterspiel zum Torerfolg kamen. Hierbei überzeugte vor allem Youngster Steffen Klett, der durch blitzsaubere Würfe seine Farben mit 10:7 in Führung brachte.

Das Spiel erlebte jetzt einen offenen Schlagabtausch und es zeigte sich, dass die Entscheidung, Markus Güntner trotz Verletzung mit in den Kader zu nehmen, die richtige war. Er brachte die nötige Ruhe ins Owener Spiel. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit gelang den Gastgebern unnötiger Weise der Anschlusstreffer zum 11:13.

Die HSG erwischte klar den besseren Start in die zweite Hälfte und glich postwendend zum 14:14 aus. Das war dann wohl das "Hallo-wach" für Heiko Hoyler. Mit einem Doppelpack stellte er wieder die Zwei-Tore-Führung her. Diese hielt bis zur 49. Minute, dann gelang der HSG der 21:21-Ausgleich. Von da an kam es jedoch zum Bruch im Spiel der Stuttgarter Vorstädter. Das Schmankerl für die mitgereisten Owener Fans war ein Anspiel von Benni Kazmaier an den einlaufenden Tobias Schmid, der den Ball zum 25:22 im gegnerischen Tor versenkte. Der TSV spielte die letzten Minuten sicher und ruhig und konnte verdient mit 27:24 als Sieger vom Platz gehen.

Abseits aller Glückwünsche an den neuen Meister SG Lenningen dürfen sich die Owener wieder berechtigte Hoffnungen auf den Relegationsplatz machen: Durch die 28:29-Niederlage des TSV Weilheim bei der Hbi Weilimdorf/Feuerbach liegen die beiden Teck-Teams nun punktgleich auf den Plätzen zwei (Weilheim) und drei (Owen) alles scheint auf ein Herzschlagfinale rauszulaufen.

lk

TSV Owen:

Carrle, Fazakas Baisch, Blumauer (1), Hybl, Kazmaier (3), Kirchner (4), Klett (7/2), Wahl (2), Schmid (3), Güntner (3), H. Hoyler (5/1).Schiedsrichter:

Reiser/Weber(TSG Giengen) leiteten sicher