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"Christen sind die Optimisten"

Obwohl Wissenschaftler Schreckensszenarien über die Zukunft entwerfen, können Christen gelassen bleiben. Denn schon die Bibel weiß, dass die Erde mit allem Materiellen vergehen wird. Diese Erkenntnis entfaltete Pfarrer Dr. Heiko Krimmer bei einem gut besuchten Vortragsabend des evangelischen Arbeitskreises Lebendige Gemeinde in der Kirchheimer Martinskirche.

KIRCHHEIM Das sei gerade das Interessante, dass die moderne Wissenschaft letztlich bestätigt, was bereits vor 2000 Jahren in der Bibel schriftlich angekündigt wurde, sagte Krimmer. Dass die Erde mit ihrer Materie und den Rohstoffen auf Endlichkeit angelegt ist, bestätigt im Zusammenhang mit dem Klimawandel die Aussage von Jesus Christus, der sagte: "Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen."

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Gerade an der jüngsten Weltgeschichte lasse sich erkennen, dass die Zeit auf ein Ende zuläuft. Dass Israel wieder ein eigener Staat ist, und dass Jerusalem die umstrittenste Stadt der Erde ist, seien Zeichen, die neben dem Klimawandel unübersehbar eine Beschleunigung in Richtung Weltende aufzeigen.

Doch der Angst um die ungewisse Zukunft der Erde stellte Heiko Krimmer entgegen, dass Christen schon wüssten, was die Zukunft bringen werde. Nicht nur das Ende der bestehenden Welt, sondern vorher das Wiederkommen Jesu Christi, der das Leben neu gestalten werde. Dabei räumte der Referent ein, dass auch er schon Angst erlebt habe. Er hielt sich in einem indischen Dschungeldorf auf, als dieses von Terroristen überfallen wurde. Mitten in diese existenzielle Angst hinein spürte er dann aber Gelassenheit bei dem Gedanken, dass im Falle seines Todes Gottes herrliche Welt für ihn beginnen würde. Diese Aussicht dürften sich die Christen nicht nehmen lassen, ermutigte Krimmer die etwa 300 Zuhörer.

Bei dem traditionell am Vorabend des Buß- und Bettags angebotenen Vortragsabend ist es den Veranstaltern wichtig, von der Bibel her tragfähige und konkrete Lebenskonzepte anzubieten. So gab Krimmer zu bedenken, dass auch Christen nicht erspart bleibe, in beängstigende Situationen zu geraten. Denn der Teufel versuche immer, den Menschen Angst zu machen. Dagegen sei der Heilige Geist ein Tröster. So sei auch im bekannten Psalm vom guten Hirten die Rede vom dunkeln Tal, doch auch da sei Gott mit seinem Trost immer noch bei dem verängstigten Menschen. "Bei Jesus kann man aufatmen. Christen leben in wachsender Freude!", ermunterte der Dettinger Pfarrer zum Abschluss. Krankheit, Not und Tod dürften nicht mehr Angst machen, weil diese in Gottes Ewigkeit kein Thema mehr seien. Insofern sei klar: "Wir Christen sind die Optimisten in dieser Welt!" Und das könne jeder in seinem Umfeld einbringen und so auch in angstmachenden Zeiten etwas beitragen zu einem gelingenden Miteinander in der Gesellschaft.

Die Kirchheimer Martinskirche bot einen guten Rahmen für diesen Abend, wenn auch die Akustik besser sein könnte. Dafür erklang die gekonnte Vokalmusik des Gesangsquartetts unter der Leitung von Volker Bühler umso klarer.

eg