Lokales

Cornelia Brox wird nicht mehr für die Synode kandidieren

"Die Offene Kirche (OK) ist im Bezirk Kirchheim/Nürtingen aktiv und ist auch in den vergangenen 14 Monaten bei mehreren Anlässen öffentlich in Erscheinung getreten", fasste Peter Treuherz, der OK-Vorsitzende seinen Bericht auf der Mitgliederversammlung in Kirchheim zusammen.

KIRCHHEIM Treuherz verwies auf die drei Veranstaltungen, auf denen die Synodalen Cornelia Brox (Lenningen) und Hartmut Fleischmann (Gerstetten) über die Tagungen der Synode berichteten, auf die Informationsveranstaltung mit der Diakonischen Bezirksstelle, den Vortrag des Publik-Forum-Chefredakteurs Wolfgang Kessler über die Sozialreformen in Deutschland in Nürtingen und die Veranstaltung mit Landesbischof i. R. Eberhardt Renz zum Thema "Eine heilige ökumenische Kirche?" in Kirchheim.

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Mitgetragen habe die OK auch die gemeinsame Veranstaltung aller Synodalen aus dem Bezirk in Oberlenningen, zu der Cornelia Brox im Rückblick feststellte: "So eine Veranstaltung brauchen wir nicht mehr." Es sei vermieden worden, das unterschiedliche Wollen in der Synode deutlich zu machen. "Das eigentliche Problem in der Synode ist, dass man die Auseinandersetzung scheut", hielt sie fest. Im Rückblick auf die Synodenschwerpunkttagung "Wachsende Kirche", die auf Betreiben der Lebendigen Gemeinde zu Stande kam, berichtete sie über heftige Kritik der OK an der Einrichtung einer 50-Prozent-Personalstelle für dieses Projekt. Völlig ungeklärt sei überdies dessen Zielsetzung: "Wohin soll Kirche wachsen? Was soll wachsen? Warum soll die Kirche wachsen?" Dies sei auch an dem Auftritt der Projektleiterin zu diesem Thema vor der Kirchheimer Bezirkssynode deutlich geworden. "Es waren überhaupt keine innovativen Impulse dabei", kritisierte Cornelia Brox. Sie habe sich bestätigt gefunden, dass die Kirche diese Projektstelle, zumal in dieser Besetzung, nicht brauche. "Das ist rausgeworfenes Geld, das wir zurzeit nicht haben, und weswegen wir Anderes einstellen müssen", stellte die Synodale fest.

Trotz erheblicher privater und beruflicher Beanspruchung habe sie in den vergangenen 14 Monaten 60 Termine, davon elf ganztägige mit Übernachtung für die Synode und die Offene Kirche wahrgenommen. Die Synodenarbeit habe ihren Terminkalender bestimmt. Zu Gunsten ihres synodalen Engagements habe sie bisher den Beruf zurückgestellt. Sie verband diese Aussagen mit der Mitteilung, "die mir schwer fällt, weil sie mit sehr ambivalenten Gefühlen verbunden ist: Ich werde für die Synodalwahl 2007 nicht mehr kandidieren. Zwölf Jahre Synode sind dann genug." Pfarrer i. R. Walter Gölz bewertete dies unter dem Beifall der OK-Mitglieder mit der Feststellung: "Zwölf Jahre Synode sind eine Riesenleistung, wenn man sie so wahrnimmt wie Frau Brox."

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