Lokales

"Dabei" sein steht im Mittelpunkt

"Dabei sein ist alles": Was für Olympia gilt, gilt für Dettingen erst recht, haben sich engagierte Einwohner der Schlossberggemeinde gedacht und das Netzwerk "Dabei" ins Leben gerufen. Bei der Bürgerversammlung am morgigen Dienstag ist "Dabei" nicht nur einfach so dabei, sondern steht sogar im Mittelpunkt.

ANDREAS VOLZ

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DETTINGEN

"Dettinger Aktive Bürger Ergreifen Initiative": Aus diesem Satz leitet sich der Name des Netzwerks "Dabei" ab. Mit dem Netzwerk bündelt die Gemeinde das ehrenamtliche Engagement, das in der Bürgerschaft ohnehin schon vorhanden ist und das besonders im Jubiläumsjahr 2001 zum Tragen kam, als es 750 Jahre Dettingen zu feiern galt. "Dabei" soll helfen, die "Soziale Gemeinde" mitzugestalten und ein Zusammenleben in Verantwortung und Solidarität zu ermöglichen. Die Versorgung im Alter, die Unterstützung von Familien mit Kindern, die Pflege der Landschaft oder die Bestandssicherung des Dettinger Hallenbads sind Themen, die alle betreffen wenn auch unterschiedlich stark.

Um solche Themen geht es beim Netzwerk und damit auch bei der Bürgerversammlung, die morgen um 19.30 Uhr in der Schlossberghalle beginnt. Die Versammlung ist als ein Abend der Begegnung gedacht. Möglichst viele Dettinger sollen dabei sein und miteinander ins Gespräch kommen. Ein mehrstündiger Vortrag steht nicht auf dem Programm. Es geht eher um eine "Infotainment-Veranstaltung", eine Mischung aus Unterhaltungsprogramm und Informationsangebot.

Das notwendige Umdenken fordert Dettingens Bürgermeister Rainer Haußmann indessen nicht nur für den Ablauf der Bürgerversammlung, sondern auch für deren Inhalte. "Der Staat kann den gewohnten Komfort nicht mehr bieten", stellt er fest, "jetzt müssen Haupt- und Ehrenamt gemeinsam Aufgaben bewältigen, die der Staat nicht mehr zahlen kann."

Bürgerschaftliches Engagement soll ganzheitlich und generationenübergreifend sein, für die Beteiligten aber keinesfalls einen neuen Job rund um die Uhr mit sich bringen, betont Haußmann. Schon bei den scheinbar kleinen Dingen des Alltags könnten die Generationen voneinander profitieren, indem beispielsweise die Jüngeren den Älteren PC und Handy erklären, während umgekehrt die Älteren den Jüngeren das Kartenspielen beibringen. Der Kontakt zwischen den Generationen wäre somit hergestellt, und einer Vertiefung desselben stünde nichts im Wege.

"Ein gut verzahntes Netzwerk von Ehrenamtlichen hat eine Chance, dass es bleibt." Davon ist Dettingens Bürgermeister überzeugt. Die Strukturen dafür seien schon vorhanden, sie müssten nur gegebenenfalls ergänzt oder besser miteinander verknüpft werden. Wer wissen möchte, was die drei Arbeitskreise "Menschen", "Umwelt" und "Einrichtungen" bereits an Ideen für Dettingen erarbeitet haben, für den gilt morgen Abend in der Schlossberghalle das Motto der Bürgersammlung: "Seien Sie Dabei!"