Lokales

Dämpfer für Steuersparmodelle

Ab sofort wird die Abzugsfähigkeit von Verlusten bei als Steuersparmodell angebotenen Fonds im Bereich der Windkraft und der Photovoltaik, bei Schiffsanteilen oder der Filmförderung eingeschränkt.

KIRCHHEIM Durch die Gesetzesänderung erhofft man sich in Berlin Mehreinnahmen in Höhe von etwas mehr als zwei Milliarden Euro. "Das bedeutet", so der Kirchheimer CDU-Landtagsabgeordnete Karl Zimmermann, "dass jeder deutsche Haushalt diese Abschreibungen in der Vergangenheit mit rund 100 Euro finanzieren musste." Der kleine Mann, so Zimmermann, habe die Renditen der Steuerspekulanten gezahlt.

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"Nun wird endlich eine jahrelange Forderung der CDU umgesetzt, für die ich mich persönlich immer eingesetzt habe", so Zimmermann. Dass die Entscheidung überfällig war, sieht er mit Blick auf jüngste Werbeaktionen großer Fond-Gesellschaften bestätigt.

"Die Nachricht aus dem Bundesfinanzministerium war nur wenige Stunden alt, da flatterten potenziellen Anlegern erste E-Mails ins Haus, noch schnell Steuerstundungs-Fonds für einen Windpark zu zeichnen."

Karl Zimmermann: "Hier wurde also nicht die ohnehin umstrittene Windkraft gefördert, sondern vor allem der Gewinnhunger der Anleger."

Nun gelte es, die Weichen in Sachen regenerativer Energien richtig zu stellen. Der Windkraft gibt Zimmermann, nicht zuletzt wegen der umstrittenen Akzeptanz in der Bevölkerung und wegen der nicht konstanten Verfügbarkeit, wenig Chancen.

Auf Stärke setzen"Wir müssen hier in Baden- Württemberg auf unsere Stärken setzen und das ist klar Biomasse, Wasserkraft und Geothermie", sagt Zimmermann.

pm