Lokales

Dänemark war eine Reise wert

Für Norbert Braun war das Wochenende in Dänemark ein voller Erfolg. Sein achter Rang in der Altersklasse 45 bei der ITU Langdistanz-Duathlon-WM ist seine bisher beste Platzierung.

FREDERICIA Dicke Regenwolken über dem Süden Dänemarks zogen gerade ab, als die ITU Duathlon-Langdistanz-WM der Altersklassesportler ordnungsgemäß um 7 Uhr gestartet wurde. Kühle zehn Grad und starker Wind in Böen mit bis zu Windstärke sieben sollten später das Rennen auf der Radstrecke noch entscheidend beeinflussen.

Anzeige

Alle Athleten und Athletinnen der Altersklassen und der Elite mussten dieselben Strecken bewältigen. Die erste Laufstrecke über 15,6 Kilometer führte durch die historische Festungsstadt, teilweise auf der Wallanlage entlang. Danach wartete eine flache, eigentlich einfache Radstrecke von 90 Kilometer Länge auf die Athleten. Doch die kühlen Temperaturen und der starke Wind vom Meer erschwerten das Radfahren ungemein. Die 30 Kilometer lange Wendepunktstrecke führte aus der Stadt auf eine zwischen zwei Fjorden gelegene Landzunge. Der abschließende Lauf über 7,5 Kilometer war ebenfalls eine Rundstrecke durch die Stadt.

Für Norbert Braun zahlte sich die harte Vorbereitung für die WM aus. Er konnte sich das Rennen nahezu ideal einteilen und ohne größere Probleme bestreiten. Den ersten Lauf über 15,6 Kilometer bestritt der Spezialist für den Langdistanz-Duathlon, ohne besonders auf die Zeit zu achten. Er lief dennoch 1.03,38 Stunden, was einen Kilometerschnitt von 4.14 Minuten bedeutete eine sehr gute Zeit.

Der Wechsel auf das Rennrad lief nicht ideal. Ein Konkurrent rannte ihn in der Wechselzone fast um und bekam zudem auch noch dessen Rad ans Bein geknallt, was eine kleine Platzwunde zur Folge hatte. Froh darüber, dass am eigenen Rad alles heil geblieben ist, ging der für den CIS Amberg und das Team V-Maxx.ch startende Duathlet aus der Teckregion top motiviert auf die Radstrecke.

International schon recht erfahren und schwere Bedingungen aus dem Trainingslager auf Sardinien gewohnt, kämpfte sich Braun peu a peu nach vorn.

Attacke auf dem RadAuf dem Rad konnte er richtig Druck machen und kam in der Zeit von 2.43,21 Stunden und einem Stundenmittel von 33,1 km/h zurück in die Wechselzone. Auf den letzten zu laufenden 7,5 Kilometern konnte der 44-jährige Dettinger den auf dem Rad stark fahrenden Briten Gawie Nienaber noch überholen. In 33.47 Minuten und einem Schnitt von 4.30 Minuten im abschließenden Lauf überquerte Braun die Ziellinie in der Endzeit von 4.23,32 Stunden. Mit der Gewissheit, eine persönliche Topleistung abgeliefert zu haben, überquerte Braun die Ziellinie. Er belegte unter 30 Startern in der Altersklasse 45 den achten Platz, was den größten Erfolg bei einer ITU Weltmeisterschaft bedeutete. Sieger wurde der Brite Tom Davis in 3.52,47 Stunden.

Das Rennen der Elite, das mittags auf gleicher Strecke gestartet wurde, gewann der mehrmalige Weltmeister Benny Vansteelant aus Belgien mit einer Zeit von 3.34,15 Stunden. Weltmeisterin bei den Frauen wurde die Holländerin Yvonne van Vlerken in 4.04,00 Stunden. Den WM-Titel in der Klasse U23 gewann der Deut-sche Till Schramm.

Sehr gut lief es für das von Norbert Braun betreute deutsche Duathlon-Team der Senioren. Mit 18 Medaillen und vier Weltmeistertiteln konnten alle recht zufrieden heimkehren.

vmx