Lokales

Das Alter in all seinen Facetten im Blick

Das Lenninger Netz und weitere Kooperationspartner veranstalten in den nächsten Wochen eine Veranstaltungsreihe zum Thema "Alter(nativen) gestalten miteinander und füreinander". Dabei sollen Anregungen für ein gutes Leben im Alter gegeben werden.

IRIS HÄFNER

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LENNINGEN "Die Idee zu dieser Vortragsreihe ist aus den Erfahrungen unserer täglichen Arbeit entstanden", erklärt Gabriele Riecker, Leiterin der Koordinationsstelle beim Lenninger Netz. Da jeden das Thema Altern betrifft, lag es dem Verein am Herzen, breit und umfassend darüber zu informieren. "Jeder muss sich mit diesem Punkt rechtzeitig beschäftigen", so die Ansicht von Gabriele Riecker. Sie wünscht sich, dass sich der Einzelne dieser Thematik konstruktiv annimmt und nicht aus der Not heraus reagieren muss.

Eine Hilfestellung soll dabei die Vortragsreihe sein. Die hierzulande herrschenden Lebensbedingungen führen zu einer höheren Lebenserwartung. "Planungen für ein gutes Leben im Alter sind daher unerlässlich und dringend notwendig. Diese Vorsorge beginnt nicht erst im hohen Alter, sondern bereits in jungen Jahren", so die Aufforderung von Lenningens Bürgermeister Michael Schlecht und Oberlenningens Pfarrer Karlheinz Graf. Die Vortragsreihe soll deshalb Denkanstöße für alle Beteiligten geben: Senioren und Angehörige. Wer sich rechtzeitig mit der Problematik auseinandersetzt, kann agieren und muss nicht reagieren, so der Tenor. Dabei sollen Hilfestellungen gegeben und jeder einzelne ermutigt werden, über Veränderungen nachzudenken.

Den Anfang der vierteiligen Reihe macht Professor Dr. Eckart Hammer von der Evangelischen Fachhochschule Reutlingen-Ludwigsburg. Er begleitet über den Zeitraum von einem Jahr das Lenninger Netz auf wissenschaftlicher Basis. "Wie wollen wir altern? Gemeinsam statt einsam!" lautet der Titel seines Vortrages, der am Donnerstag, 4. Oktober, um 19. 30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Unterlenningen beginnt. Der Alternswissenschaftler eröffnet damit die Vortragsreihe zu wichtigen Fragen des Alter(n)s, die vom Lenninger Netz und den Krankenpflegevereinen Gutenberg-Schopfloch, Oberlenningen, Unterlenningen-Brucken und den Lenninger Kirchengemeinden veranstaltet wird. Ausgehend von den grundlegenden demografischen Veränderungen beschreibt der Referent zentrale Herausforderungen des Älterwerdens und Alters, wie etwa zunehmende Hilfe- und Pflegebedürftigkeit. Wie diese Aufgaben von Jung und Alt in Lenningen gemeinsam bewältigt werden können, dazu gibt Hammer Tipps und Hinweise aus seinem Erfahrungsschatz.

Weiter geht es dann am 25. Oktober im Gemeindehaus Gutenberg. Eleonore Meyer und Iris Kalczynski bilden Pflegebegleiter aus und referieren an diesem Abend über das Thema "Gelingendes Altern zwischen Pflicht, Freude und Vorsorge".

Im Gemeindehaus Brucken geht es am 14. November über "Hilfestellungen für den Alltag, Berichte und Erfahrungen". Mit von der Partie sind Gabriele Steiner und Silke Weilandt von der Diakonistation Teck, Christina Kleiner von der DRK-Tagespflege, Gabriele Riecker vom Lenninger Netz und Ulrike Graf von der AG Hospiz Kirchheim.

Der Abschluss der Veranstaltungen, die alle um 19.30 Uhr beginnen, findet am 27. November im Gemeindehaus Oberlenningen statt. Der Abend befasst sich mit dem Thema "Sterben Tod Bestattung. Wie begleiten wir unsere Verstorbenen in Würde bis zur letzten Ruhe?". Referenten sind die beiden Pfarrerinnen Regina Stierlen, Unterlenningen, und Margarete Oberle, Brucken, sowie Pfarrer Karlheinz Graf von der evangelischen Kirchengemeinde Oberlenningen.