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Das Brüllen der Rinder Zum Artikel "Im ...

Das Brüllen der Rinder

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Zum Artikel "Im Mäusekostüm für ein Ende der Quälerei Tierschützer demonstrieren in der Stuttgarter Innenstadt", im Teckboten vom 20. November und zum Kommentar "Beschämend", im Teckboten vom 17. November:

"Die industrielle Nutztier-Haltung ist die größte und gnadenloseste Tierausbeutung der Geschichte", so Ingeborg Livatidis vom Verein "Menschen für Tierrechte" bei der Demonstration für mehr Tierrechte in Stuttgart. Ein Faltblatt dieser Organisation berichtet von einem relativ unbekannten entsetzlichen Aspekt der industriellen Fleischproduktion, der Schlachtung im Akkord.

Demnach kommt es häufig zu folgenschweren Pannen. Hunderttausende von Rindern, Schweinen und Geflügeltieren erleben mangels ausreichender Betäubung bei vollem Bewusstsein den Schnitt durch die Kehle, das Abtrennen von Gliedmaßen und das Brühbad in kochendem Wasser. In einem Videofilm des österreichischen Tierschutzverbandes ist zu sehen: "Während der Schlächter . . . die Brust aufschlitzt, schließen und öffnen sich die Augen des Tieres langsam, einmal und noch einmal. Dann beginnt der Stier, während er kopfüber hängend aufgeschnitten wird, zu brüllen. Es ist klar und deutlich zu sehen. Das Tier am Fließband lebt noch und schreit. Ein schauderhaftes, heiser-gurgelndes Muhen übertönt den Lärm des Schlachtvorganges".

Während der Videoaufnahmen wachen von den dreißig in einer Stunde geschlachteten Rindern sechs aus ihrer Betäubung auf und sterben unter schrecklichen Qualen. Nicht anders ergeht es den Schweinen. Bei einer Tagung der Evangelischen Akademie Bad Boll im Jahr 2001 berichteten ein Wissenschaftler der Tierärztlichen Hochschule Hannover und ein Wissenschaftler vom Beratungs- und Schulungsinstitut für schonenden Umgang mit Zucht- und Schlachttieren, dass rund 40 Prozent der zuvor betäubten Schweine noch Anzeichen von Bewusstsein zeigen. Sie alle erleiden einen furchtbaren Todeskampf. Auch hier bewahrheitet sich, was Gudrun Sokol in ihrem Kommentar zu den steigenden Tierversuchszahlen schreibt: "Der Zustand einer Gesellschaft spiegelt sich in ihrem Umgang mit ihren Lebewesen".

Marie-Luise Strewe

Lenningen, Wielandweg

Sonderlandeplatz auf der Hahnweide

Zum Artikel "Kein heimlicher Türöffner für Geschäftsflieger", im Teckboten vom 16. November:

Die Bürger rund um die Hahnweide haben allen Grund, sorgenvoll in die Zukunft zu blicken. Ein Sonderlandeplatz ist ein neuer rechtlicher Status und eröffnet dem Platzbetreiber in Zukunft ganz neue Möglichkeiten. Sonderlandeplätze sind Motorflugplätze, die den Vereinsmitgliedern offen stehen. Aber auch Außenstehende brauchen für eine Landung nur noch die Genehmigung durch den Betreiber des Platzes.

Allein die Frage, wer ist Vereinsmitglied, lässt Schlimmstes erahnen. Auf der Hahnweide sind derzeit acht Vereine und eine Motorflugschule untergebracht und der Betreiber des Platzes ist der Baden-Württembergische Luftfahrtverband. Ein Verband! Wie viele Mitglieder hat ein Verband, der baden-württemberg-weit agiert? Haben all diese Mitglieder das Recht, auf der Hahnweide zu landen? Die Genehmigungsunterlagen, die derzeit bei den Gemeinden ausliegen, sagen dazu nichts.

Die Kirchheimer Ortsgruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) stellt den Bürgern das BUND-Umweltzentrum in Kirchheim, Max-Eyth-Straße 8 als Informations- und Kontaktbörse zur Verfügung. Interessierte können sich telefonisch unter der Rufnummer 0 70 21 / 4 94 80 melden.

Rosemarie Fano

Kirchheim, Hahnweidstraße 115

Ein großes Lob fürdie deutsche PostIn allen Medien wird beklagt, dass die Deutschen, vom Kleinkind bis zum Senior, sich viel zu wenig bewegen. Deshalb ein Lob für die Post. Die bemüht sich, gegen die gesundheitlichen Schäden des Bewegungsmangels anzukämpfen. Schon länger verschwand der Briefkasten am Gaiserplatz über Nacht.

Also trug ich meine Post in die Dettinger Straße bei Metzgerei Ampsler. Doch siehe da: Gestern stand ich auch dort vor einem Loch in der Hecke, wo seither der Briefkasten stand. Danke, liebe Post, dass ich mich nun auf den Weg machen darf, einen neuen Briefkasten zu finden und damit meine überflüssigen Pfunde abzutrainieren.

Übrigens bin ich 82 Jahre alt und wiege 60 kg.

Traugott Koser

Kirchheim, Färberstraße

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