Lokales

Das figürliche Werk Ruoffs

NÜRTINGEN Im Dezember 2006 jährt sich zum 100. Mal der Geburtstag von Fritz Ruoff. Aus diesem Anlass richtet die Stadt Nürtingen eine große Ausstellung mit Arbeiten ihres Ehrenbürgers aus. Am Sonntag, 25. Juni, um 11 Uhr eröffnet Oberbürgermeister Otmar Heirich die Ausstellung des 1986 verstorbenen Künstlers in der Kreuzkirche am Schillerplatz. Professor Günther Wirth, ein Förderer und Wegbegleiter Fritz Ruoffs, führt in die Arbeiten ein.

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Fritz Ruoff, geboren 1906 in Nürtingen, begann im Jahr 1924 seine künstlerische Ausbildung mit einer Holzbildhauerlehre. 1927 nahm er sein Studium an der Kunstgewerbeschule Stuttgart auf und war Meisterschüler bei Professor Alfred Lörcher. Aus politischen Gründen wurde er 1933 zum Verlassen der Schule gezwungen und erhielt Ausstellungsverbot.

In der abstrakten Malerei im deutschen Südwesten nach 1945 nimmt das künstlerische Werk des Bildhauers und Malers Fritz Ruoff eine herausragende Stellung ein. Sein umfangreiches µuvre umfasst Arbeiten aus den Bereichen der Plastik, Malerei, Collage, Zeichnung und Druckgrafik.

Seine Ehefrau Hildegard Ruoff, die die Arbeiten für diese Ausstellung zusammengestellt hat, kann auf ein mit hohen Ehrungen ausgezeichnetes Lebenswerk ihres Mannes Fritz Ruoff zurückblicken. Die Nürtinger Ausstellung steht unter dem Titel "Die Figur im Werk von Fritz Ruoff" und konzentriert sich damit ganz auf das figürliche Werk Ruoffs, in dessen Leben die Figur immer eine zentrale Rolle gespielt hat. Zu sehen sind Figuren und Bildhauerzeichnungen aus mehreren Schaffensperioden Fritz Ruoffs, darunter Exponate, die noch nie in einer Ausstellung gezeigt wurden.

Begleitet wird die Ausstellung in der Kreuzkirche von einem attraktiven Rahmenprogramm. Michael Maile, Kurator der Fritz-und-Hildegard-Ruoff-Stiftung, wird am 29. Juni, 18 Uhr, und am 9. Juli, 11 Uhr, durch die Ausstellung führen. Am 30. Juni, 20 Uhr, spricht der Schriftsteller Peter Härtling mit dem Journalisten Detlef Berentzen über seine Begegnungen mit dem Künstler und Freund Fritz Ruoff. Für diesen Abend sind Karten bei "Music & Co." am Schillerplatz erhältlich. Den Abschluss des Begleitprogramms macht am 20. Juli um 19 Uhr Hildegard Ruoff. Sie spricht mit interessierten Besuchern in der Ausstellung über die Arbeiten ihres Mannes.

Die Ausstellung in der Kreuzkirche ist bis Sonntag, 23. Juli, täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

pm