Lokales

Das Geld soll gegen Kinderarbeit helfen

An vielen Türen im Landkreis ist zu erkennen, dass die Sternsinger zu Besuch waren. "Christus segne dieses Haus" steht dort zu lesen, lateinisch abgekürzt 20*C+M+B*06. Die Lieder, die vom Weihnachtsereignis künden, sind für dieses Jahr verhallt.

KREIS ESSLINGEN Jetzt haben die 2292 Sternsingerinnen und Sternsinger auch nachgezählt, was ihnen an Spenden übergeben wurde. Die stolze Summe von 335 305,88 Euro kamen im Landkreis Esslingen zusammen. "Das ist eine wahre Spendenflut, auch ohne Zunami", stellt Dekanatsreferent Oliver Schütz fest.

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Im letzten Jahr war das Ergebnis unter dem Eindruck der Flutkatastrophe zwar um 66 000 Euro höher, im Vergleich zu 2004 kamen aber 18 000 Euro mehr zusammen. Den vielen ehrenamtlichen Helfern dankte Kreisdekan Paul Hildebrand. "Kinder schaffen was" war diesmal das Motto der Aktion, die vom Kindermissionswerk Die Sternsinger und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) getragen wird. Mit dem Sammelergebnis der Sternsinger konnten zuletzt 3000 Projekte für Not leidende Kinder in aller Welt gefördert werden. Hinzu kommen Partnerschaftsprojekte mancher Kirchengemeinden.

Im Mittelpunkt der Aktion 2006 standen arbeitende Kinder. Weltweit arbeiten nach Statistiken der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) rund 352 Millionen Kinder und Jugendliche im Alter von fünf bis 18 Jahren. Ausdrücklich verurteilen die Träger der Aktion Dreikönigssingen alle Formen ausbeuterischer Kinderarbeit. Sie unterstützen alle Aktivitäten, die betroffene Kinder aus menschenverachtenden und -unwürdigen Situationen befreien.

Wenn also künftig manches Kind auf der Schulbank statt am Webrahmen sitzen darf, ist das auch den Sternsingern aus dem Landkreis Esslingen zu verdanken.

pm