Lokales

Das Prinzip Hoffnung

Ende des Monats gibt der bisherige Betreiber die Postagentur in Schlierbach auf. Seit Sommer wird nach einem Nachfolger gesucht bislang ohne Erfolg. "Wir werden aber auf jeden Fall eine Lösung finden", sagt der Pressesprecher der Deutschen Post AG, Hugo Gimber.

KARIN TUTAS

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SCHLIERBACH Anfang Dezember war der Schlierbacher Bürgermeister Paul Schmid noch ziemlich optimistisch. Mittlerweile lebt der Schultes eher nach dem Prinzip Hoffnung. Seit gut einem halben Jahr sind Gemeinde und die Deutsche Post AG auf der Suche nach einem Nachfolger, der die Postagentur in der Gemeinde übernimmt bislang vergebens.

Nachdem die Schlierbacher Postfiliale Ende 2003 ihre Türen geschlossen hatte, betrieb ein ortsansässiges Elektrogeschäft als zusätzliches Angebot eine Postagentur. Eine Lösung, mit der die Schlierbacher und ihr Bürgermeister sehr zufrieden waren. "Der Service ist hervorragend", sagt Schmid, und die Einrichtung sei gut angenommen worden. So gut, dass es für die derzeitige Betreiberin nicht mehr zu schaffen sei.

"Das ist so nebenbei nicht zu machen", meint der Schultes, und um jemanden anzustellen, sei der Verdienst zu gering. Deshalb hatte die Frau ihren Vertrag mit der Post gekündigt. Eigentlich hätte bereits Ende Oktober Schluss sein sollen, aber weil sich die Suche nach einem Nachfolger schwierig gestaltet, hatte die Betreiberin sich bereit erklärt, die Agentur noch bis Ende Januar weiter zu führen. Mittlerweile hat die Deutsche Post AG mit verschiedenen Interessenten verhandelt. Aber eine bereits sicher scheinende Lösung habe sich zerschlagen, bestätigt Hugo Gimber. "Für uns kommen nur eine Agentur in Verbindung mit einem Geschäft in Frage", so der Pressesprecher.

Auch die Gemeinde schaltet sich aktiv in die Suche ein. "Das kann uns nicht gleichgültig sein", sagt der Schultes. Bei der Gemeinde habe es auch schon Überlegungen gegeben, etwa die Postagentur in Verbindung mit einem Bürgerbüro zu betreiben. "Aber da kämen wir nie auf saubere Zahlen", winkt Schmid ab und hofft weiter. "Wir werden auf jeden Fall eine Lösung finden", erklärt der Postsprecher. Gemeinden ab 2000 Einwohnern sehen eine Poststelle vor. Notfalls sei übergangsweise auch eine fahrbare Poststelle denkbar.