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Das THW Kirchheim feierte gekonnt seinen Geburtstag

Der Ortsverband Kirchheim des Technischen Hilfswerks feierte am vergangenen Freitag sein 40-jähriges Gründungsjubiläum. Im großen Feuerwehrsaal des Technischen Zentrums wurde den zahlreichen Gästen ein abwechslungsreiches Programm geboten.

RAINER STEPHAN

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KIRCHHEIM "Mit 40 wird d'r Schwabe g'scheit" titulierte Ortsbeauftragter Dr. Andreas Baumann die doch etwas unkonventionelle Geburtstagsfeier des Kirchheimer Ortsverbands. Statt die Phalanx endloser Grußworte von Freunden, Partnerorganisationen und Menschen des öffentlichen Lebens entgegenzunehmen, habe man einen Film gedreht, bei dem alle zu Wort kämen. Dr. Baumann gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass so viele Gäste dem THW verbunden seien und den Festsaal füllten.

Der Film über das Kirchheimer THW ließ verschiedenste Menschen zu Wort kommen, die ihr berufliches oder persönliches Verhältnis zum Geburtstagskind beschrieben. Erster Landesbeamter Berg zeigte die Aufgaben im Zivil- und Katastrophenschutz auf, während Kreisbrandmeister Dittrich und der Kirchheimer Kommandant Grininger auf die vielfältige und gute Kooperation der Feuerwehr mit dem Nachbarn aus der Henriettenstraße 88/1 verwiesen.

Auch Oberbürgermeisterin Matt-Heidecker und der Kirchheimer Polizeirevierleiter Pitzinger bescheinigten dem Kirchheimer THW ein hohes Ausbildungsniveau und stets gute Einsatzfähigkeit. Zwischen diesen Statements zeigte der Film die vielfältigen Einsatzbereiche auf: Bau von Behelfsbrücken und Stegen, Hochwasserhilfe, Autobahndienst, Versorgungsfahrten nach Osteuropa, Katastropheneinsätze und zahlreiche Aktionen humanitärer Hilfe.

Erfreulicherweise kamen im Film auch diejenigen häufig zu Wort, die das Rückgrat aller erfolgreichen Organisationen bilden: die ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen. Sinnvolle Freizeitgestaltung, Interesse an der Technik und tatkräftige Hilfe am Nächsten waren durchweg die Argumente der Befragten.

Dass auch die früheren "Zugpferde" des Kirchheimer THW nicht vergessen wurden, bezeugte der Film mit den Ausführungen des ehemaligen Ortsbeauftragten Gerd Frühling, der den Ortsverband über 20 Jahre erfolgreich führte. Er war maßgeblich daran beteiligt, dass das THW in der Henriettenstraße ein standesgemäßes Quartier sein eigen nennt und dieses mit guten Fahrzeugen und modernster Technik gefüllt ist. Althelfer Gerhard Köhrer aus Kirchheim verwies schmunzelnd auf Vorkommnisse in den 70er-Jahren, als das THW bei den Partnerorganisationen und in der Öffentlichkeit noch nicht so bekannt, geschweige denn "gelitten" war.

THW-Landesbeauftragter Dirk Goebel hatte die feierliche Aufgabe, verdiente Helfer zu ehren. Das THW-Helferzeichen in Gold mit Kranz erhielten Oliver Hertfelder, Bernd Klotzer, Hartmut Schmid, Andreas Späth und Joachim Späth. Das THW-Helferzeichen in Gold wurde an Maren Krebs, Heiko Schmugge, Klaus Seitz und Dustin Gottelt verliehen. Sascha Waller erhielt für seine 10-jährige Mitgliedschaft eine Urkunde.

Ortsbeauftragter Dr. Andreas Baumann präsentierte anschließend den "Helfer des Jahres". Dies sei "die Art des Ortsverbands, Danke zu sagen". Für die Prämierung machten die Helferinnen und Helfer Vorschläge, über die dann abgestimmt wurde. Siegerin sei heuer mit absoluter Mehrheit Maren Krebs geworden. Der Ortsbeauftragte beglückwünschte seine Stellvertreterin und hob ihr Talent hervor, "viele Helferinnen und Helfer unter einen Hut zu kriegen".

Zu Klängen der zwei Musiker "Raphi und Jörg" und bei guten Gesprächen wurde gemütliches Beisammensein gepflegt. Kulinarische Freuden bescherte ein von der THW-Kochgruppe unter der Leitung von Chefkoch Heiko Schmugge zubereitetes Essen.