Lokales

Das Vorstandsproblem wurde erfolgreich gemeistert

Mit dem Problem einer Jahreshauptversammlung ohne Vorstandschaft hatte sich der Verein Rot-Weiss-Austria (RWA) kurzfristig auseinanderzusetzen. Gerettet wurde die schwierige Situation durch Senta Sindelka.

LENNINGEN Die Tochter des Präsidenten Alfred Riegler, Senta Sindelka, stellte sich als Schriftführerin zur Verfügung und Alfred Riegler übernahm erneut das Amt des Ersten Vorsitzenden. Für ihn war im Vorfeld klar gewesen, dass er seine letzte Amtsperiode absolviert. Der Zweite Vorsitzende, Adolf Friedl, hatte sein Amt schon seit Jahresmitte ruhen lassen und der Schriftführer und Pressewart Jochen Wendlandt stellte seine beiden Ämter ebenfalls zur Verfügung.

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Eine Lösung zeichnete sich durch das Zusammentragen mehrerer Puzzleteile ab: Otto Hermann wollte seine Arbeitskraft als Zweiter Vorsitzender zur Verfügung stellen, um den Präsidenten, der weiterhin Alfred Riegler heißen sollte, so weit wie möglich zu entlasten als "geschäftsführender" Vorstand. Jochen Wendlandt splittete seine beiden Ämter als Schriftführer und Pressewart auf und schaffte so Platz für eine weitere Person, die den Präsidenten unterstützen kann.

Alfred Rieglers Tochter Senta Sindelka stellte sich für den Posten der Schriftführerin zur Verfügung und ist damit die erste Dame in der Vorstandschaft des Vereins Rot-Weiss-Austria seit seinem Bestehen.

Das Vorstandsproblem war damit gelöst, denn Alfred Riegler erklärte sich unter den geänderten Bedingungen bereit, weiterhin den Posten des Ersten Vorsitzenden zu übernehmen. Der Vorstandschaft des Vereins gehören jetzt Alfred Riegler als Erster Vorsitzender, Otto Hermann als Zweiter Vorsitzender, Kassier Josef Graf und Schriftführerin Senta Sindelka an.

Bevor die Versammlung zum Tagesordnungspunkt Wahlen kam, wurden andere Punkte aufgearbeitet, die rückblickend für das vergangene Jahr relevant waren. Der Erste Vorsitzende Alfred Riegler konnte neun besondere Veranstaltungen in Erinnerung rufen. Unvergessen war für die Damen ein von Senta Sindelka und Ingrid Graf organisierter Ausflug nach Bodenmais. Ein weiteres Highlight des zurückliegenden Jahres war das Stockturnier für die Gemeinden Erkenbrechtsweiler und Beuren. Von dem Erlös konnte eine Spende von 700 Euro an die AMSEL überreicht werden.

Alfred Riegler würdigte die Organisatoren der Stockbahn, Josef Wandaller und Alfred Dravetz, die den Ansturm auf die Bahn mit Übersicht meisterten. Josef Wandaller, Abteilungsleiter Stockbahn, setzte den Bericht des Präsidenten fort. Sportlich bewege sich die Abteilung weiterhin auf der Ebene von Vereins-Turnieren. An Verbandswettkämpfe traue man sich noch nicht heran.

Der "Run" auf die Bahn soll künftig etwas eingeschränkt werden, um die erforderliche Zahl an Betreuern nicht zu sehr zu belasten. Fußball-Chef Richard Hermann beklagte die wenigen Spiele des vergangenen Jahres, präsentierte im Gegensatz dazu aber schon Spiele für das Jahr 2008. Der Austausch mit einem portugiesischen Verein aus Bad Liebenzell soll neu belebt werden. Für Samstag, 31. Mai, ist ein entsprechendes Fußball- Treffen terminiert.

Ein spannender Punkt war auch die finanzielle Situation des Vereins. Kassier Josef Graf präsentierte gleich ein erwirtschaftetes Minus im Jahr 2007, in dem allerdings auch eine aufwendige Renovierung des Hüttenbodens und eine neue Theke finanziert werden mussten. Die Kassenprüfer Helmuth Lenauer und Kurt Waldner lobten die Buchführung und beantragten die Entlastung des Kassiers. Die Entlastung aller Funktionäre nahm der stellvertretende Bürgermeister von Erkenbrechtsweiler, Werner Huber, vor.

Für 30 Jahre Zugehörigkeit zur Vorstandschaft konnte Alfred Friedl geehrt werden. 1977, dem Jahr, in dem der Verein zum heutigen Stelle-Platz des TSV Beuren zog, hatte er das Amt des Zweiten Vorsitzenden übernommen und maßgeblich zur positiven Entwicklung des Vereins beigetragen. Als Dank für sein langjähriges Engagement in der Vorstandschaft erhielt er Geschenke und eine Ehrenurkunde.

Nach diesen bewegenden Minuten leitete Sitzungsleiter Jochen Wendlandt die erforderlichen Neuwahlen ein. Alle Posten mussten dabei neu besetzt werden. Der schwierigste Brocken war dabei die Neubesetzung der Vorstandschaft. Werner Huber leitete die Wahlen gewohnt souverän, die weiteren Ämter wurden von ihm schnell abgehandelt. Für weitere zwei Jahre sind im Amt Pressewart Jochen Wendlandt, für den Einkauf Erhard Wittek zuständig. Abteilungsleiter Stockbahn ist weiterhin Josef Wandaller. Stellvertretender Abteilungsleiter ist Alfred Dravetz und Stockbahnwart ist Heinz Allgaier.

Abteilungsleiter Fußball ist Richard Hermann, zuständig für den Platz und das Vereinsheim sind Alfred Dravetz und Rudolf Grabner. Als Kassenprüfer fungieren Helmuth Lenauer und Kurt Waldner. Beim Punkt Verschiedenes sprach Otto Hermann die Probleme des Hüttendienstes an. Für Diskussionsstoff sorgte noch das Thema Nichtrauchergesetz.

jw