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Das Ziel rückt näher

KIRCHHEIM Der VfL kämpft um den Aufstieg, für den samstäglichen Gegner ist die Saison dagegen so gut

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EBERHARD EINSELEN

wie gelaufen. Der ehemalige DFB-Pokalteilnehmer aus dem Härtsfeld kann nach der samstäglichen Niederlage den Abstieg kaum noch vermeiden. Das heißt: Duelle zwischen dem VfL und den SFD wird es in naher Zukunft nicht mehr geben. Gästetrainer

Eugen Rösch

nahm den drohenden Fall in die Landesliga mit Galgenhumor. "Ich glaube, wir sehen uns in der nächsten Saison nicht mehr", merkte er mit einem Schmunzeln in der Pressekonferenz nach der 1:3-Niederlage unter der Teck an.

VfL-Trainer Michael Rentschler antwortete ebenso locker: "Die Schlachtplatte in Dorfmerkingen werde ich vermissen." Diese gilt nämlich als kulinarischer Geheimtipp in Fußballerkreisen. "Ich wünsche dem Verein jedenfalls den sofortigen Wiederaufstieg".

Die Kirchheimer haben ihre Bilanz im Jahr 2007 weiter aufpoliert. Von acht Begegnungen haben die Kirchheimer sechs gewonnen. Die letzte Niederlage datiert vom 3. März: Damals unterlag der VfL beim FV Ravensburg 0:1. Die Heimbilanz in dieser Saison noch beeindruckender. In zwölf Heimspielen blieb der Tabellenführer der Verbandsliga ungeschlagen, holte 31 von 36 möglichen Punkten. Kurios, dass Keeper Patrick Gühring ausgerechnet gegen den Tabellenletzten ein Gegentor vor heimischer Kulisse kassierte es war erst das zweite in dieser Runde an der Jesinger Allee. VfL-Trainer Michael Rentschler gibt derweil die Marschroute für die kommenden Wochen aus: "Wir freuen uns auf die nächsten Spiele. Darauf haben wir ein Jahr hingearbeitet." Die kommenden drei Partien haben es in sich. Am Samstag sind die Kirchheimer zu Gast in Balingen. Danach kommt die SpVgg Ludwigsburg an die Jesinger Allee und am 13. Mai steigt das Topspiel in Schwieberdingen. Abteilungsleiter Dr. Jörg Mosolf, der am Samstagabend von einer Geschäftsreise aus Schanghai zurückkam, war in der ganzen Zeit mit dem VfL "online". Der Speditionsunternehmer: "Ich bin optimistisch für die nächsten Spiele."

In der Trainerfrage soll in dieser Woche endgültig Vollzug gemeldet werden. Die Unterschrift von Michael Rentschler gilt als reine Formsache. Nicht ganz so einfach ist die Suche nach (möglichst) oberligatauglichen Neuzugängen. "Es gibt nur noch wenige Spieler, die ohne ihren Berater kommen", betont der sportliche Leiter des VfL, Norbert Krumm. Drei bis vier Neue sollen es mindestens sein. Krumm: "Der finanzielle Rahmen muss passen und die Spieler müssen ablösefrei sein." Personell könnte sich beim VfL die Situation für das kommende Spiel in Balingen etwas entspannen. Kapitän Mario Grimm (Rückenprobleme) dürfte wieder fit sein und auch sein Defensivkollege Andreas Mayer ist auf dem Weg zurück ins Team.

Das Gros der Kirchheimer schaute sich das Derby zwischen dem Zweiten TSV Schwieberdingen und der SpVgg 07 Ludwigsburg an. Das erhoffte Resultat stellte sich zwar nicht ein, VfL-Jäger Schwieberdingen siegte locker 4:0 und verkürzte den Rückstand wieder auf drei Zähler, doch Kirchheimer Spieler und Funktionäre nahmen wichtige Erkenntnisse mit: Schließlich sind beide Mannschaften noch mögliche Stolpersteine auf dem Weg zurück in die Oberliga.