Lokales

Decke soll Schall schlucken

Weiterer Schritt zu besserer Akustik in der Holzmadener Gemeindehalle geplant

Seit die Fenster in der Holzmadener Gemeindehalle ausgetauscht wurden, klagen Vereine und andere Nutzer über die schlechte Akustik. Jetzt will die Gemeinde die Decke mit Schallabsorbern verkleiden ­lassen.

Holzmaden. Zweieinhalb Jahre ist es her, dass der Festsaal der Holzma­dener Gemeindehalle neue Fenster bekommen hat. Im Zuge des Umbaus verschwanden die alten Raffstores – und mit ihnen die gute Akustik. Vereine, Gemeinderäte und andere Nutzer des Festsaals beklagen sich regelmäßig darüber, dass es im Saal zu stark hallt. Dabei hat die Gemeinde schon einiges ausprobiert, um die Nachhallzeit zu verbessern. Aber eine Plisseeanlage und provisorisch angebrachte Schallschutzvorhänge brachten nicht den gewünschten Effekt: „Wir haben das Feedback bekommen, dass es besser geworden ist, aber noch nicht gut“, berichtete Ingenieurin Sabine Horvat im Holzmadener Gemeinderat und verkündete: „Mit Vorhängen allein kommen wir nicht aus. Wir müssen an die Decke ran.“

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Eine Möglichkeit, die Decke abzuhängen, schloss die Ingenieurin aus Kostengründen vorneweg schon so gut wie aus: „Es gibt Paneele mit Alurahmen, Schaumstoff und Stoffbespannung“, erläuterte sie. Rund 40  Quadratmeter Decke – also all die Fächer, die nicht mit Beleuchtung versehen sind – müssen abgehängt werden, damit es einen hörbaren Effekt gibt. „Die Kosten dafür würden bei diesem Material allerdings bei 14 000 bis 16 000 Euro liegen“, gab Jürgen Riehle zu bedenken. Alternativ stellte Sabine Horvat Glasfaser-Paneele vor, die wesentlich günstiger, aber nicht so stabil und nicht so flexibel in der Größe wären. Damit ließe sich die Decke abhängen oder bekleben. Letzteres wäre laut Ingenieurin zwar günstiger, schalltechnisch allerdings nicht ganz so effektiv.

Gemeinderat Thomas Benz schlug schließlich vor, Glasfaserplatten an das Leistensystem der bisherigen Decke anzubringen. Sabine Horvat sicherte zu, diese Möglichkeit zu prüfen und eine genaue Kostenaufstellung vorzulegen. Ob die Verkleidung der Decke dann ausreicht, wollte sie nicht versprechen: „Normalerweise wird immer gleich die Fassade mit verkleidet“, betonte die Ingenieurin.