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Deckmantel fürAbscheulichkeiten

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Zum Artikel "Eine Geschichte des Blutes und der Begegnung" im Teckboten am 18. August:

Die Kreuzzüge sind leider ein sehr dunkler Punkt in der Geschichte der Kirchen, woran man nicht gern erinnert werden möchte.

Im Jahre 1095 berief Papst Urban II. eine Synode nach Clermont ein. Zu jener Zeit war Palästina im Besitz eines Volkes, das sich nicht zum Christentum bekannte. Der Papst forderte daher seine große Zuhörerschaft in Clermont in einer "der zündenden Reden der Geschichte" auf, gegen die "Ungläubigen", in deren Hand das "Heilige Land" jetzt sei, in den Krieg zu ziehen.

Er ermahnte seine Zuhörer mit den Worten: Streiter Christi...zieht in den Kampf gegen die Barbaren; zieht in den Kampf, um die heiligen Stätten zu befreien...badet eure Hände im Blut der Ungläubigen...werdet Soldaten des lebendigen Gottes!

Die Grausamkeiten, die auf diesen Kriegszügen begangen wurden, spotten jeder Beschreibung. Die Gemetzel, Plünderungen und Gräuel, deren sich die Kreuzfahrer schuldig machten, gehören zu dem Schlimmsten, was die Geschichte zu berichten weiß und alles im Namen Christi begangen.

Welch große Verantwortung trägt die Religion dafür, dass sie den Namen Christi mit solchen Gräueltaten in Verbindung gebracht hat Taten, die in krassem Widerspruch zu seinen Lehren stehen! Wie muss Gott über Personen denken, die von ihm eine falsche Vorstellung vermitteln? Die Geschichte der Kreuzzüge und deren Scheitern sollte gelehrt haben, dass Habgier auf wirtschaftlichem Gebiet und das Verlangen nach politischer Vormachtstellung zu Fanatismus und Blutbädern führen können. Doch man hat keine Lehre gezogen. Die zahlreichen Konflikte, durch die vielen Gebiete der Erde mit Blut besudelt werden, beweisen dies.

Religion dient dabei oftmals als Deckmantel für Abscheulichkeiten. Aber nicht mehr lange. Sehr bald wird es die Geisteshaltung, die hinter den Kreuzzügen steckte und die auch heute noch hinter den heiligen Kriegen steckt, nicht mehr geben, ebenso wie die falsche Religion und das gesamte System, dass der Herrschaft Satans untersteht (Psalm 46: 8,9; 1; Johannes 5:19; Offb. 18:4,5.24)

Manfred Klich

Spinnerstraße, Wendlingen

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