Lokales

Dem Korbmacher zugeschaut

Besucherandrang beim 17. Ostermarkt des Schlierbacher Trachtenvereins

Einmal sehen, wie ein Seiler Seile dreht oder einem Korbmacher beim Flechten von Körben über die Schulter schauen: All das konnten die zahlreichen Besucher beim 17. Ostermarkt in der Schlierbacher Dorfwiesenhalle am Wochenende erleben. Geboten wurde eine breite Palette von verschiedensten Verkaufsständen - von Kunstschmiedearbeiten über Glasbläserei bis hin zu diversen Osterangeboten war für jeden etwas dabei.

Volkmar Schreier

Schlierbach. Der Schlierbacher Ostermarkt ist weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt, wie auch die zahlreichen auswärtigen Fahrzeugkennzeichen auf dem Parkplatz der Halle beweisen. Die Menschen kommen aus dem ganzen süddeutschen Raum, wie Werner Otterbein vom veranstaltenden Schlierbacher Trachtenverein berichtet. „Der Markt ist sehr bekannt“, sagt der Vereinsvorsitzende. Sogar der SWR hätte am Samstag in seinem vierten Radioprogramm darüber berichtet, weiß er.

Doch nicht nur bei den Besuchern, sondern auch bei den vielen Kunsthandwerkern ist der Schlierbacher Ostermarkt eine feste Größe im Jahreskalender, erzählt Otterbein. Für die 41 Verkaufsstände hätten sich heuer 92 Interessenten beworben. Für Otterbein und seine Mitstreiter im Verein bedeute dies, „die Qual der Wahl“ zu haben. Das Erfolgsrezept des Marktes sieht Otterbein in dem abwechslungsreichen Angebot. „Was uns von anderen unterscheidet, ist die Vielfältigkeit“, erklärt Otterbein. So versuchten die Veranstalter schon bei der Zusammenstellung des Programms darauf zu achten, von jedem Handwerk nur maximal zwei Vertreter einzuladen.

Doch nicht nur das breite Angebot ziehe die Besuchermassen an. Von rund 2 400 Besuchern an diesem Wochenende war die Rede: „Wir haben sehr viel Wert darauf gelegt, dass man den Handwerkern auch zuschauen kann“, berichtet der Vereinsvorsitzende. So erstaunt es nicht, dass der Stand eines Glasbläsers von Kindern umlagert ist, die fasziniert zusehen, wie der Kunsthandwerker einen filigranen Glaskolibri zusammenstellt oder dass die Besucher beim Seiler auch selbst Seile drehen können.

Natürlich stehen hinter dem Ostermarkt eine ganze Menge an Arbeit und eine professionelle Organisation. Rund 30 Vereinsmitglieder bereiteten bereits seit November vergangenen Jahres den Ostermarkt vor: Aussteller mussten angeschrieben, eine Auswahl getroffen werden und vieles mehr. Trotz dieses Aufwandes haben Otterbein und seine Mitstreiter schon den Herbstmarkt im Visier. Bereits am 31. März ist der Bewerbungsschluss für die Verkaufsstände. Dann beginnt für das Organisationsteam des Vereins wieder das Auswahlverfahren.

Doch nicht nur die Besucher und Aussteller freuen sich Jahr für Jahr auf den Ostermarkt. Auch Werner Otterbein macht die Organisation des Events sichtlich Spaß. „Das begeistert mich immer wieder“, so der Vereinsvorsitzende, der aber auch deutlich macht, dass der Markt nur deshalb so erfolgreich ist, weil sich die Vereinsmitglieder mit großem Engagement für das Gelingen einsetzen.

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