Lokales

Der Abstieg droht weiter

In ihrem elften Verbandsligaspiel erkämpfte sich die 1. Wasserballmannschaft des VfL Kirchheim im heimischen Freibad trotz dreier Spieler-Ausschlüsse einen 10:4 (1:1, 4:1, 2:1, 3:1)-Sieg gegen Schlusslicht SG Durlach-Ettlingen: die Saisonzähler Nummer fünf und sechs. Trotzdem blieb die Mannschaft Vorletzter.

KIRCHHEIM Die Kirchheimer, noch mit der 8:10-Niederlage gegen den Tabellenachten WF Gemmingen vom Vortag in den Knochen, hofften auf einen zweiten Saisonsieg gegen den Tabellenletzten sie hofften nichts vergebens. Dennoch bleibt die VfL-Abstiegsgefahr riesengroß. Nach der bevorstehenden Ligenreform des Nationalverbandes drohen der baden-württembergischen Verbandsliga zum Saisonende nicht weniger als fünf Absteiger.

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Die Partie begann ähnlich turbulent wie das Hinspiel: Kurz hintereinander wurden zwei Kirchheimer nach jeweiligen Foulspielen für 20 Sekunden aus dem Wasser verbannt. Die Ettlinger nutzen ihre Überzahl, gingen 1:0 in Führung. Das Spiel wogte nun hin und her. Kurz vor Schluss gelang Alexander Gonser der 1:1-Ausgleich. Im zweiten Viertel ging es mit den Hinausstellungen auf beiden Seiten munter weiter. Die Kirchheimer nutzten drei Überzahlsituationen, die Ettlinger eine. Zur Halbzeit stand es 5:2.

Danach wurde mit Axel Eckert nach drei Foulspielen der erste Kirchheimer vom weiteren Spiel ausgeschlossen. Anschließend kamen die Badener zum 3:5-Anschlusstreffer. Das Tor zum 6:3 (Henning Seibold) konnte das hektische Spiel nun wieder beruhigen, doch nur zwei Spielminuten später musste mit Robert Hertle nach dem dritten Foul der nächste VfL-Mann seine Kappe abnehmen. Vorausgegangen waren allerdings einige sehr umstrittene Schiedsrichterentscheidungen. Es folgte das 7:3.

Im letzten Viertel "marschierte" dann auch noch Uwe Gonser die VfL-Auswechselspieler, die bei den Hinausstellungen nach Ablauf von 20 Sekunden jeweils nachrückten, waren nun endgültig aufgebraucht. Doch die Gäste machten nichts daraus, im Gegenteil: Maximilian Oelsner erhöhte auf 8:3. Alexander Gonser erzielte kurz darauf seinen vierten Treffer (9:3), doch es sollte sein letzter sein: Nachdem zuvor auch Uwe Gonser des Beckens verwiesen wurde, musste auch er wegen dreier Fouls für den Rest des Spiels das Wasser verlassen.

Nun mussten die Kirchheimer bis zum Spielende in Unterzahl kämpfen.

Am Beckenrand rechneten die VfL-Zuschauer schon mal hoch: sechs Tore Vorsprung, noch drei Minuten, aber Unterzahl würde das reichen? Jetzt gaben die Gäste nochmals ordentlich Gas und trafen auch (9:4). Mehr ließen die Kirchheimer aber nicht zu. Im Gegenteil. Henning Seibold traf mit einem echten Kunstschuss noch zum 10:4.

Im nächsten Verbandsligaspiel treffen die Kirchheimer am 24. Juni im Kirchheimer Freibad auf den Tabellensechsten SSG Weil am Rhein (ab 20 Uhr).

ugo

VfL: Süß Oelsner (2), M. Gonser (1), Seibold (2), Hertle, Schweizer, Eckert (1), A. Gonser (4), Rieke, U. Gonser.