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Der Allrounder

KIRCHHEIM Der Kapitän der Ritter und ältere Bruder von Peter Klemm spielt Basketball seit seiner frühesten Kindheit. Wie fast jeder

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THOMAS AUERBACH

Junge, der in München aufwächst, spielte auch Thomas Klemm zunächst Fußball, doch mit zunehmendem Alter konzentrierte er sich nur noch auf das Spiel mit der orangefarbenen Kugel. Auslöser seiner Begeisterung für den Basketballsport war neben dem Vater der NBA-Boom, der gerade über den Atlantik nach Deutschland schwappte. Tom war ein Fan der Chicago Bulls, die in den Neunzigern mit Michael Jordan Erfolge feierten. Seine sportliche Jugend verbrachte Tom bei den München Baskets. Später wechselte er nach Tübingen. Es folgten die Stationen Bayern München und MTV Stuttgart, bevor er 2006 bei den Knights anheuerte. Sein Studium der Bioinformatik an der Uni Tübingen legte Kirchheim nahe.

In seiner zweiten Saison als Kapitän der Knights ist der 26-Jährige das Bindeglied zwischen Trainer und Mannschaft. Er unterstützt Pat Elzie bei der Gegneranalyse und ist Sprachrohr seiner Teamkollegen. Tom unterstützt vor allem seinen jüngeren Bruder Peter, genannt "Pidi", so gut er kann. "Es war meine Idee, ihn in die Mannschaft zu holen. Er hat sich in Tübingen gut entwickelt. Ihm möchte ich meine Erfahrung weitergeben." Von seiner eigenen Erfahrung profitieren die Knights vor allem in der Verteidigung. Im Angriff ist Tom Klemm der ruhende Pol, der versucht, Ordnung ins Spiel zu bringen. Als absoluter Teamspieler versucht Tom seine Mitspieler in Szene zu setzen, ist mit einem guten Auge von außen jedoch auch selbst für Punkte gut. Pat Elzie: "Tom ist einer der vielseitigsten Spieler und ein Vorbild für den Rest der Mannschaft."

Sein Ziel ist in diesem Jahr die Meisterschaft in der Pro B. Ein Ziel, das für ihn wichtiger ist als persönliche Statistiken. "Dafür muss jeder hart kämpfen und sein Ego zurückstellen." Mit dem bisherigen Saisonverlauf mit elf Siegen und nur einer Niederlage ist Tom Klemm zufrieden. "Auch wenn nicht in jedem Spiel alles rund lief, gibt es bisher wenig Anlass zu Kritik." Zu seinen eigenen Einsätzen meint er: "Sicher würde ich gerne mehr spielen. Das ist normal. Wenn man ein solches Verlangen nicht hat, dann hat man auch keinen Ehrgeiz und kann nicht erfolgreich sein." Klemms Ziel für die Zukunft: Noch einmal in einer höheren Liga spielen. Auch ein Engagement im Ausland würde ihn, der einen österreichischen Pass besitzt, reizen.

Mit dem USC Freiburg kommt am morgigen Samstag eine Mannschaft in die Sporthalle Stadtmitte, die Tom Klemm bestens kennt. Mit Radi Tomasevic und Jüfan Geiger stehen zwei Spieler im Freiburger Team, mit denen er bereits in Tübingen trainierte. Mit Jüfan Geiger drückt er sogar die Bank im Hörsaal der Uni. "Freiburg ist eines der besten Teams in der Liga", ist Tom Klemm überzeugt. "Sie verfügen über mehrere Scorer, die alle viel Erfahrung haben. Nur manchmal spielen sie etwas zu wild."