Lokales

Der Boss spielt sichgegen Langen aus der Krise

KIRCHHEIM Es gab viele Zweifler, von Anfang an. Und die Getreuen, die fest davon überzeugt waren, dass Ross Jorgusen, seit dem Sommer 2002 der Boss der Kirchheimer Basketballer, auch in der zweiten Liga eine ordentliche Rolle spielen könnte. Doch eine Knie-Operation, Verletzungen und eine auch dadurch verlängerte Anpassungszeit an die neue Liga, schienen den Zweiflern Recht zu geben. Nach einigen besseren Spielen Ende des vergangenen Jahres, folgte der absolute Tiefpunkt in München vor zwei Wochen: 0:8 Würfe. Eine Woche später: Versteckspiel gegen Mainz. Doch am Samstagabend in der Walter-Jacob-Halle folgte die (Leistungs-)Explosion: Jorgusen wirbelte wie in alten Zeiten, klaute Bälle, traf Dreier, trieb sein Team immer wieder an da musste sogar der immer kritische Pasko Tomic loben: "Ross hat ein super Spiel gemacht, er hat seine 28 Minuten perfekt genutzt." Der Boss selbst blieb wie immer bescheiden: "Es war eine schwere Zeit mit all den Verletzungen und Problemen. Ich hoffe, das ist jetzt vorbei."

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Zum ersten Mal in dieser Saison konnten die Knights damit zwei starke Amerikaner bieten. Denn auch Tim Burnette präsentierte sich nach einigen schwächeren Auftritten mit deutlich aufsteigender Form. Wäre er nicht zwei Minuten vor Schluss mit dem fünften Foul vom Feld gepfiffen worden, wäre die Siegchance wohl gestiegen. Verantwortlich dafür war die Schauspielkunst des Langener Aufbauspielers LyRyan Russel und Schiedsrichter Andreas Kohl, der den theatralischen Sturz des Amerikaners so bewertete, als ob der nur nebenher laufende Burnette irgendetwas damit zu tun gehabt hätte.

Der dritte im Bunde der guten Ritter war wieder einmal Antonis Sivorotka, der einzige Knight, der es seit dem Spiel in Nördlingen immer auf eine zweistellige Zahl bei den Effektivitäts-Punkten (Summe aller Punkte, Rebounds, Assists, Ballgewinne, Blocks abzüglich der Fehlwürfe, der verschossenen Freiwürfe und der Ballverluste) gebracht hat. Damit ist der 21-Jährige der konstanteste Kirchheimer. 15 seiner 17 Punkte machte er in der zweiten Hälfte, obwohl er diesmal von der Dreierlinie kaum zum Schuss kam (0:1).

mad