Lokales

Der Dachstuhl stand in Flammen

Einfamilienhaus in der Hindenburgstraße brannte ab – Brandursache ist bislang unbekannt

Ein Brand hat ein Haus in der Kirchheimer Hindenburgstraße wahrscheinlich komplett zerstört. Am Samstagmorgen gegen 8.45 Uhr war der Brand im Dachstuhl gleich von mehreren Anrufern bei Polizei und Feuerwehr gemeldet worden. Die Brandursache steht bislang noch nicht fest.

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Andreas Volz

Kirchheim. Helle Flammen schlagen aus dem Dachstuhl des niedrigen Gebäudes in der Hindenburgstraße. Die Gegend ist dicht besiedelt, sodass gleich mehrere Anwohner die Rettungskräfte alarmieren. Die Abteilungen Kirchheim und Ötlingen der Freiwilligen Feuerwehr Kirchheim rücken mit elf Fahrzeugen und knapp 60 Mann aus, um unter dem Kommando von Stadtbrandmeister Roland Schultheiß den Brand zu bekämpfen.

Wie Kirchheims Abteilungskommandant Frank Schweizer während der Löscharbeiten dem Teckboten gegenüber erläuterte, ging es zu Beginn des Einsatzes erst einmal da­rum, Leben zu retten und die angrenzenden Gebäude zu schützen. Die insgesamt fünf Hausbewohner hatten sich bereits vor dem Eintreffen der Rettungskräfte selbst in Sicherheit gebracht. Unter Atemschutz gelang es Mitgliedern der Feuerwehr schließlich noch, im „Innenangriff“ einen Hund aus dem brennenden Gebäude zu retten.

Die Nachbargebäude, die entlang der Hindenburgstraße mit äußerst geringem Abstand an das Brandhaus angrenzen, wurden per „Riegelstellung“ mit vier C-Rohren abgesichert. Die Freiwillige Feuerwehr konnte somit erfolgreich verhin­dern, dass sich das Feuer weiter ausbreitete.

Für Abteilungskommandant Frank Schweizer bestand gerade darin die wichtigste Aufgabe der Feuerwehr während des mehrstündigen Einsatzes, der sich bis weit in die Nachmittagsstunden hinein zog: „Wir sind glücklich und dankbar, dass es uns gelungen ist, die Ausbreitung des Brandes auf die Nachbargebäude zu verhindern.“

Den Sachschaden bezifferte die Polizei später auf rund 80 000 Euro. Frank Schweizer war allerdings zuvor schon von ei­nem „Gebäudetotalschaden“ aus­gegangen. Schließ­lich hat der Brand das gesamte Dachgeschoss zerstört. Das darunterliegende Erdgeschoss dürfte unter dem entstandenen Was­serschaden gelitten haben.

Dennoch setzte die Feuerwehr Leitern ein, um direkt von außen in den brennenden und qualmenden Dachstuhl vordringen zu können. Es sei darum gegangen, nicht noch zusätzlichen Schaden anzurichten, erklärte Frank Schweizer. Als sich der Brand voll ausgebreitet hatte, seien einzelne Dachziegel durch die Hitze zersprungen und auf die Straße gekracht. Während der Löscharbeiten deckten die Atemschutzträger der Feuerwehr das restliche Dach ab, um den Brand erfolgreich bekämpfen zu können.           Der Qualm erfüllte die ganze Gegend. Er war auch in der Dettinger Straße noch sehr deutlich wahrnehmbar. Selbst als das Feuer schon längst unter Kontrolle war, stiegen immer noch dichte Wolken aus dem komplett zerstörten Dachstuhl auf. Frank Schweizer zufolge handelte es sich dabei allerdings nicht mehr um den Rauch des Feuers, sondern um Wasserdampf, weil die Feuerwehr mit gezieltem Wassereinsatz ein erneutes Aufflammen des Feuers verhindern musste.

Unterdessen kümmerte sich das Deutsche Rote Kreuz, das vorsorglich mit 29 Rettungskräften und acht Fahrzeugen zum Einsatzort geeilt war, in einem eigens aufgestellten Zelt in der Armbruststraße um die Hausbewohner sowie um die Einsatzkräfte. Von Personenschäden ist zwar nichts bekannt, aber psychische Betreuung war wohl ebenso gefragt wie eine Möglichkeit zum Aufwärmen an diesem kalten Wintermorgen.

Wie die Polizei nachträglich mitteilte, mussten auch die unmittelbar angrenzenden Gebäude evakuiert werden. Außerdem war die Hindenburgstraße zwischen Alleenstraße und Bismarckstraße über mehrere Stunden hinweg komplett für den Verkehr gesperrt. Zahlreiche Schaulustige hatten sich hinter den Absperrbändern in der Hindenburg- sowie in der Schwab- und der Schmiedstraße versammelt. Sie verhielten sich dort sehr diszipliniert.

Die Ursache für den Brand war bis gestern noch unklar. Die Kriminalpolizei Esslingen hat die Ermittlungen bereits aufgenommen. Aber frühestens im Lauf des heutigen Montags dürfte sich eine Erklärung finden lassen, wodurch der Brand entstanden ist.